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Ostholstein Fünf Euro pro Stunde für Tagesmütter in Ostholstein
Lokales Ostholstein Fünf Euro pro Stunde für Tagesmütter in Ostholstein
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17:01 28.11.2018
Tagesmütter sollen künftig fünf Euro pro Stunde und je Kind erhalten. Quelle: DPA
Eutin

CDU, Grüne und FDP im ostholsteinischen Kreistag wollen die Betreuungsentgelte für Tagesmütter erhöhen. Die aktuelle Satzung soll jetzt dahingehend geändert werden, dass den Tagesmüttern künftig fünf Euro je Betreuungsstunde und Kind überwiesen werden – darin sind 98 Cent je Betreuungsstunde und Kind für den Sachaufwand enthalten.

Dies geht aus einem gemeinsamen Antrag hervor, den die drei Kreistagsfraktionen in dieser Woche bei Kreispräsident Harald Werner eingereicht haben. Beschlossen werden soll die Neuregelung bereits in der kommenden Kreistagssitzung am Dienstag, 4. Dezember. Da CDU, Grüne und die FDP eine satte Mehrheit im Kreistag haben, gilt eine Zustimmung als sicher. Zurzeit erhalten Tagesmütter 3,90 Euro je Stunde und Kind.

Streit um Urlaubs- und Krankentage

Der Antrag ist aber nicht unumstritten. Der Jugendhilfeausschuss des Kreises hatte bereits einen Stundensatz von 4,90 Euro beschlossen, zudem sollten jeweils auch zehn Urlaubs- und Krankheitstage künftig bezahlt werden. Letzteren Beschluss kassierte der Haupt- und Finanzausschuss mit der Mehrheit der Stimmen von CDU und Grünen allerdings wieder ein. Dagegen hatte unter anderem die SPD und die „Kindertagespflege Ostholstein“ gewettert. Zur Sitzung des Kreistages am 4. Dezember wollen die Tagesmütter nach eigenen Angaben in großer Anzahl erscheinen und auch die Eltern mobilisieren. Außerdem sei die Bürgerbeauftragte des Landes angeschrieben und um Hilfe gebeten worden.

Die CDU hatte argumentiert, dass die Erhöhung der Pauschale mit einer Verbesserung um mehr als 20 Prozent bereits nachgeholte Tariferhöhungen sowie Urlaubs- und Krankheitstage mit einschließe.

Entlastung auch für Eltern

Auch Eltern sollen künftig entlastet werden. Denn darüber hinaus soll, so heißt es in dem Antrag der drei Kreistagsfraktionen weiter, für die Betreuung von Geschwisterkindern eine zehnprozentige Ermäßigung gewährt werden. Die entsprechenden Haushaltsmittel für die Erhöhung sowie für die Einführung der Geschwisterregelung sollen auch gleich im Haushalt 2019, der ebenfalls am Dienstag beschlossen wird, eingestellt werden.

lg/jwu

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