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Ostholstein Fünf Luxus-Hausboote für Großenbrode
Lokales Ostholstein Fünf Luxus-Hausboote für Großenbrode
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20:39 31.10.2013
Terrasse und Sonnendeck gehören natürlich zur schwimmenden Urlaubs-Behausung dazu.
Großenbrode

Vor fünf Jahren war es nur eine fixe Idee unter Freunden, seit vier Jahren liegen die Unterlagen bei der Gemeinde Großenbrode vor und seit drei Jahren gibt es den schwimmenden Prototypen ganz intern und fast geheim im Yachthafen. Dann passierte lange nichts. Seit der jüngsten Gemeindevertreter-Sitzung, in der F- und B-Plan verändert wurden, nimmt die Sache nun aber wieder Fahrt auf. Jetzt muss nur noch der Bauantrag, der beim Kreis Ostholstein nebst vielfältiger Gutachten (wie FFH) vorliegt, genehmigt werden, damit ab Herbst 2014 mit dem Bau begonnen werden kann.

Die Rede ist von vier Luxus-Hausbooten. Jürgen Klemens von der gleichnamigen Yachtwerft erklärt: „Der Bau dieser Hausboote ist einmalig an der Ostseeküste, weil es die ersten festliegenden dieser Art sein werden. Dies ist wie ein normaler Hausbau, nur mit verschärften Auflagen.“ Mitstreiter Reiner Kürten, der mit North-Yachting von nebenan die Vermarktung übernimmt, ergänzt: „Wir haben bei unserem Prototypen nur feinstes Material benutzt. Dieses hohe Niveau gibt es an der Küste in keinem anderen Hausboot.“

Dieser hohe Standard soll auch bei den übrigen vier erhalten bleiben. Denn der Erfolg gibt ihnen Recht. Die Auslastung der schwimmenden „Villa Meeresbrise“, die allerdings noch nie bewegt wurde, liege bei 90 Prozent. Yachtbauer Klemens erläutert: „Bei unserem schwimmenden Hausboot Villa Meeresbrise benötigten wir keine spezielle Genehmigung oder eine Baugenehmigung. Unsere Idee ist aber eine andere, wir wollen die Variante, die einen festen Platz hat. Wir wollen den Besuchern diese ganz spezielle Atmosphäre im Yachthafen bieten, ein festes Urlaubsdomizil in allererster Reihe.“

Dafür muss parallel zum Hausboot-Bau aber noch ein neuer Steg längs zur Mole gebaut werden. Macht eine Gesamtinvestition von 1,5 Million Euro. Kürten sagt: „Pro Hausboot veranschlagen wir 250 000 Euro. Wir sind auch offen für Käufer.“ Hierfür gebe es bereits Interessenten, die von der Idee genauso fasziniert seien wie sie selbst. Klemens lachend: „Wir haben sogar überlegt, selbst einzuziehen.

Aber das macht im eigenen Hafen wohl wenig Sinn. Da käme ich nicht zur Ruhe.“

Bei einem Glas Rotwein stießen die Freunde auf die Vision an. Erste Anfragen bei einem Anbieter im schwedischen Pampas verliefen im Sande, da die Skandinavier schwimmende Großhäuser produzieren und in ganz anderen Dimensionen denken. Dann aber fanden Klemens und Kürten ein altes Hausboot, das zum Verkauf stand. Und schlugen zu. Kürten: „Der Jürgen hat das Teil kernsaniert und wir haben alles neu und nach eigenen Vorstellungen aufgebaut. Schließlich haben uns unsere Frauen mit etlichen Details und Spielereien beim Gestalten der Inneneinrichtung nochmals alles abverlangt.“

Der Farbtupfer im Yachthafen ist von März bis Oktober der Renner, nun soll er noch vier weitere Mitstreiter erhalten. Bis Ende 2015 sollen sie fertiggestellt sein und ab Ostern 2016 in Betrieb gehen und für Urlauber zu mieten sein.

Villa Meeresbrise
Eckdaten: 50 Quadratmeter Wohnfläche, Grundfläche 15 x 5 Meter; Terrase, Sonnendeck plus Fahrräder zum freien Gebrauch für die Urlauber.

Preise: Zu buchen ist „Villa Meeresbride“ in der Nebensaison von 1. April bis 14. Juni und 16. September bis 17. November für 823 Euro; in der Hauptsaison von 15. Juni bis 15. September für 1253 Euro.

Peter Mantik

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