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Ostholstein Für 350000 Euro: Süsel bekommt neuen Rasenplatz
Lokales Ostholstein Für 350000 Euro: Süsel bekommt neuen Rasenplatz
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21:30 09.11.2017
„Wir beugen uns mit diesem Beschluss nicht dem Willen des TSV, sondern setzen um, was wir seit Langem wollen." Holger Reinholdt Bürgermeister

350 000 Euro sollen für den neuen Platz in den Haushalt 2018 eingestellt werden. Dabei orientierten sich die Gemeindevertreter an der Summe, die im jüngst vorgestellten Sportentwicklungsplan für diese Maßnahme genannt wird. Das Gutachten der Universität Kiel war im April in Auftrag gegeben worden und soll in erster Linie als Grundlage für die Entwicklung der Sportstätten der Gemeinde dienen.

Nach Einschätzung der Autoren um Professor Dr. Jens Flatau hat die Erneuerung des großen Rasenplatzes höchste Priorität. Das Kleinfeld sei in gutem Zustand. Dieser Argumentation folgte das Gremium.

Schulleiterin Swantje Popp- Dreyer bat darum, die Sprunggrube und einen Teil der kaum mehr erkennbaren Laufbahn für Unterricht und Veranstaltungen der Grundschule zu erhalten.„Wir nehmen den Wunsch mit und bleiben im Gespräch“, sagte Swantje Meininghaus (SPD).

Keinesfalls sei der Beschluss für den neuen Platz als Reaktion auf das Vorgehen des TSV Süsel zu verstehen. Das stellten Redner aller Fraktionen heraus. Einig waren sich die Politiker auch in der Verurteilung des Verhaltens des TSV- Vorsitzenden Holger Böttcher. Dieser hatte seinem Unmut über eine von ihm beklagte Verzögerungstaktik mehrfach öffentlich Luft gemacht.

Höhepunkte waren in dieser Woche der Vorwurf, die Gemeindevertretung sei nicht an einer Sportförderung interessiert, sowie ein „Betretungsverbot“ für das Vereinshaus, wo die nächste Gemeindevertretersitzung und der Neujahrsempfang geplant sind. „Da kennt der Vorsitzende den Vertrag zur Nutzung des Vereinshauses nicht“, sagte Bürgermeister Holger Reinholdt (FWS). Der im November 1999 geschlossene Pachtvertrag sieht vor, dass der Verein der Gemeinde die Nutzung grundsätzlich gestatten muss.

Wie sich der Umgang mit dem TSV Süsel künftig gestalten wird, bleibt abzuwarten. Albrecht Dudy mahnte zur Gesprächsbereitschaft. „Der TSV ist nicht nur eine Person“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende. Adrianus Boonekamp (CDU) forderte eine öffentliche Entschuldigung.

In jedem Fall wird über eine Vereinbarung zur Pflege des Platzes zu reden sein. Bisher hat der TSV dies mit Verweis auf den schlechten Zustand des Platzes abgelehnt. Jetzt aber werde man eine Regelung ähnlich der mit der Spielvereinigung Bujendorf treffen müssen, wonach der TSV die Pflege des Platzes übernehmen solle, kündigte Bürgermeister Holger Reinholdt an: „Wir werden den Vorstand einladen. Eine solche Vereinbarung muss vor dem ersten Spatenstich unterzeichnet werden.“

Von Astrid Jabs

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