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Ostholstein Fußgänger können bald wieder Abkürzungen zur Klinik nutzen
Lokales Ostholstein Fußgänger können bald wieder Abkürzungen zur Klinik nutzen
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22:22 24.06.2013
Von Christina Düvell-Veen
Prokuristin Dr. Barbara Kempe von den Sana Kliniken Ostholstein und Eutins Bauamtsleiter Bernd Rubelt stellten die Pläne für die beiden Verbindungswege vor, auf denen Fußgänger auch in Zukunft das Krankenhaus über Abkürzungen erreichen können. Quelle: Foto: Christina Düvell-Veen
Eutin

Sana-Klinik und Stadt Eutin sagen ganz klar „Nein!“. Sie werden den schmalen Stichweg auf Höhe des Friedhofs in der Plöner Straße, der zur Notfallaufnahme und zum Betriebshof der Sana-Klinik führte, auf keinen Fall wieder öffnen. Der Gitterzaun mit verschlossener Pforte, der dort seit mehreren Wochen steht, wird nicht abmontiert. Dafür aber sollen zwei andere kleine Wege geschaffen werden. Die Pläne dafür erläuterten gestern Dr. Barbara Kempe, Prokuristin der Sana-Kliniken, und Bernd Rubelt als Leiter des Fachbereichs Bauen der Stadt Eutin.

Den ersten Weg gibt es bereits. Er wird instand gesetzt und als Privatweg zur Sana-Klinik ausgeschildert. Er führt vom Wanderweg herunter, vorbei an dem Schwesternwohnheim auf das Klinikgelände. Etwa im Herbst dieses Jahres, so Kempe, wird er fertig sein. Die Kosten dafür bezifferte sie auf 10 000 bis 15 000 Euro.

Mit der Fertigstellung des zweiten Weges wird im Jahr 2014 gerechnet. Ganz eng verbunden ist er mit den Baumaßnahmen, die die Bau- und Siedlungsgenossenschaft Eutin an der Fritz Reuter Straße plant.

An deren Ende wird es wieder einen Wendehammer geben, und von dem aus wird ein barrierearmer Verbindungsweg zur Hospitalstraße und weiter über das Klinikgelände geführt. „Vom Angebot her ist das die sicherste Variante, denn mit dem Treppenabgang konnte doch kein Radfahrer zufrieden sein“, so Rubelt. Im Übrigen sei gerade für die Schulkinder immer noch die Plöner Straße „der verkehrssicherste Radweg, den wir haben“. Auch wenn der zu fahrende Weg gefühlt mehrere Kilometer lang sei, so stehe absolut fest: „Die Bequemlichkeit zählt 84 Meter.“ Rubelt rechnete konkret vor: Die Abkürzung über das Sana-Gelände misst 906 Meter, der Weg entlang der Plöner Straße 990 Meter.

Die Diskussionen über die Stichstraße hatten begonnen, nachdem Bewohner aus Eutin-Neudorf darüber geklagt hatten, dass sie nun nicht mehr zum Einkaufen oder für Arztbesuche zum Krankenhaus gelangen können. Barbara Kempe begründete den Zaun so: „Der Weg über die Rettungszufahrt erfüllt die Sicherheitsanforderungen nicht mehr.“ Die Fälle, bei denen radfahrende Kinder und Jugendliche beinahe mit Rettungswagen und Lastwagen zusammenstießen, hätten sich gehäuft. Auch die Gefährdung von vor der Klinik-Caféteria sitzenden Patienten durch Radfahrer hätten Kreis, Klinik und Stadt zu dem Schluss kommen lassen, dass der Weg entlang der Rettungswagenzufahrt der Klinik als Rad- und Fußweg nicht geeignet sei. „Ganz knapp können sich zwei Rettungswagen dort begegnen. Mehr Platz ist nicht“, schildert Kempe die Situation, und weiter: „Außerdem fahren dort die Rettungswagen meistens mit Karacho, weil sie die Notärzte abholen müssen.“

Ein weiterer Grund zur Schließung seien Schäden und Belästigungen durch Randalierer gewesen. Kempe: „Häufig wurde der Weg an der Klinik entlang von Menschen genutzt, die mutwillig Schaden angerichtet haben.“ Sie berichtete von zerstochenen Reifen und zerkratzten Fahrzeugen, von abgetretenen Schildern, Bierdosen-Müll und Erbrochenem. Kempe: „Die Ärgernisse häuften sich bei Anwohnern und Klinik.“

„Häufig wurde der Weg entlang der Klinik verschmutzt.
„Dr. Barbara Kempe, Klinik-Sprecherin

Christina Düvell-Veen

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