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Ostholstein Gartenschau: Süsel fühlt sich links liegengelassen
Lokales Ostholstein Gartenschau: Süsel fühlt sich links liegengelassen
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18:20 06.11.2013
„Wird Süsel an einem möglichen wirtschaftlichen Erfolg der Landesgarten- schau beteiligt?“ Adrianus Boonekamp, CDU
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Süsel

Die Verwaltungsgemeinschaft von Eutin und Süsel ist erneut einer Belastungsprobe ausgesetzt. Nachdem die Süseler Gemeindevertreter vor zwei Jahren gemeutert hatten, weil sie damalige Eutiner Nachforderungen als überraschend und unangemessen ansahen, steht am kommenden Montag ein Gespräch zwischen den Bürgermeistern Holger Reinholdt (Süsel/FWS) und Klaus-Dieter Schulz (Eutin/CDU) an. Dabei geht es um eine Nachforderung Eutins in Höhe von 48 000 Euro für das Jahr 2012. „Das möchte ich erläutert haben“, sagte Reinholdt gestern auf Anfrage der Lübecker Nachrichten.

Die Summe solle für anteilige Personalkosten gezahlt werden, führte er weiter aus. Insgesamt habe die Gemeinde Süsel im vergangenen Jahr in mehreren Abschlägen rund 456 000 Euro für die gemeinsame Verwaltungsarbeit geleistet. Das Gespräch mit seinem Kollegen Schulz solle ein grundsätzliches sein, betonte Reinholdt. Denn: „Die Verwaltungsgemeinschafts-Vereinbarung war auf fünf Jahre angelegt, danach wollte man mal gucken. Jetzt läuft sie schon sieben Jahre.“

Kalt erwischt worden sei er allerdings am Montag. Kurz vor Beginn der Finanzausschuss-Sitzung habe ihm der CDU-Fraktionsvorsitzende Adrianus Boonekamp mitgeteilt — allerdings ausdrücklich in seiner Funktion als Gemeindevertreter —, dass er sich an die Kommunalaufsicht gewandt habe, um Personalentscheidungen in Hinblick auf die Landesgartenschau (LGS) prüfen zu lassen. Boonekamp erläuterte diese Anfrage später auch im Gremium. Er wolle wissen, ob die Gemeinde Süsel als Partner in der Verwaltungsgemeinschaft nicht hätte einbezogen werden müssen, als es darum ging, Bauamtsleiter Bernd Rubelt und Kämmerer Andreas Lietzke zu Geschäftsführern der Landesgartenschau 2016 zu bestellen. „Außerdem ist das ist ja eine große Aufgabe als Geschäftsführer. Wie können diese Herren ihre eigentlichen Aufgaben wahrnehmen?“, fragte Boonekamp.

Die Kosten der Landesgartenschau hätten mit der Verwaltungsgemeinschaft gar nichts zu tun, beschied ihn der in der Sitzung anwesende Eutiner Bürgermeister. Lietzke und Rubelt leisteten ihre normale Tätigkeit in der normalen Arbeitszeit, als Geschäftsführer der gemeinnützigen Landesgartenschau-GmbH seien sie nebenamtlich und zusätzlich aktiv. „Wie viel wollen die denn täglich arbeiten?“, so Boonekamp. Von der Kommunalaufsicht möchte er außerdem erfahren: „Wird Süsel an einem möglichen wirtschaftlichen Erfolg der Landesgartenschau beteiligt?“

Er könne nachvollziehen, dass der Eutiner Bürgermeister am Montag pikiert gewesen sei, sagte Holger Reinholdt und rüffelte Boonekamp: „So massiv kann man Vertragspartner nicht angehen.“

Allerdings sei auch ihm nicht verborgen geblieben, dass mehrere Gemeindevertreter in Süsel das Gefühl hätten, sie müssten für die Landesgartenschau kräftig mitzahlen.

Ulrike Benthien

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