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Ostholstein „Gastro-Beat“– Ein Tag zum Kennenlernen
Lokales Ostholstein „Gastro-Beat“– Ein Tag zum Kennenlernen
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21:15 20.09.2016
Frank Neef (3.v.l.) und Harry Heinsen (Dehoga Eutin-Malente, 3.v.r.) begrüßten die Vertreter von Hotels, Restaurants und Berufsschule in Eutin. Sie alle möchten Nachwuchs für die Gastronomie in der Region gewinnen. Quelle: Benthien

Gastronomie pulsiert, da ist was los, da steckt Musik drin. So sähen es Auszubildende, die den Namen „Gastro-Beat“ erdacht haben, sagt Frank Neef von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lübeck. Allerdings kann der Beat ein paar Umdrehungen mehr vertragen: Die Branche sucht dringend Nachwuchs. Deshalb gibt es am kommenden Mittwoch im Kreis Ostholstein einen „Tag der Gastro- und Hotelausbildung“. 17 Hotels und Restaurants beteiligen sich und bieten jungen Menschen an, sich bei ihnen umzusehen. Wer sich mit einem Betrieb einig wird, kann sogar noch sofort mit einer Ausbildung beginnen.

Es ist der dritte „Aufgalopp“ der Veranstaltung, so Frank Neef. Schon in den Vorjahren haben Unternehmen über den „Gastro-Beat“ versucht, Nachwuchs anzuwerben. „Es ist ein gutes Format, muss aber reifen wie ein guter Wein. Wir haben aus den ersten beiden Jahren gelernt und beispielsweise Kontakte zu allgemeinbildenden Schulen geschärft.“

Vertreter der 17 beteiligten Unternehmen schilderten bei einem Pressetermin die Situation ihrer Branche und ihre Motivation, sich am „Gastro-Beat“ zu beteiligen. „Wir beschweren uns über Fachkräftemangel, deshalb sind wir dabei und wollen die Jugend direkt ansprechen“, erklärt zum Beispiel Alexander Hedegger aus der Eutiner „Schlossküche“. „So viele junge Leute wie möglich für diesen wunderbaren Beruf begeistern“, hat sich Stephan Christoph Karcher, Ausbildungsleiter im „Hof Sierksdorf“, vorgenommen. Berührungsängste abbauen, die Vielfalt des Gastgewerbes und Aufstiegschancen schildern, waren weitere Aspekte, die die Vertreter der Unternehmen anführten.

Köche, Konditoren, Hotelfachkräfte – sie alle werden gesucht, für die Zukunft, aber auch für sofort. Wer Interesse hat: In Ostholstein sind noch knapp 50 Ausbildungsplätze zu besetzen. Den theoretischen Stoff aufzuholen, sei kein Problem, versichert Tanja Kanter von der Beruflichen Schule Neustadt: „Das Ausbildungsjahr hat ja erst angefangen, der Stoff ist aufholbar.“

Dass so viele Stellen unbesetzt sind und junge Menschen bei ihrer Berufswahl das Gastgewerbe nicht in Betracht ziehen, hat nach Aussage von Frank Neef, bei der IHK zuständig für Ausbildungsberatung, eine Vielzahl von Gründen: „Es entstehen immer neue Häuser, der Bedarf nach Arbeitskräften in der Branche wird größer. Gleichzeitig gehen aber die Schülerzahlen allgemein zurück. Man darf auch nicht verhehlen, dass die gastronomische Ausbildung anstrengend ist, aber sie ist auch interessant.“ Jugendliche hätten heutzutage eine größere Auswahl: „Es haben sich in anderen Branchen viele neue Berufe aufgetan.“ Aspekte, die junge Leute vor Ausbildungen in Hotels und Restaurants zurückschrecken ließen, seien häufig die Arbeitszeiten im Schicht-, Teilzeit-, Abend- und Wochenenddienst sowie die Vergütung. „Der Verdienst liegt mit 560 Euro im ersten Jahr und 630 beziehungsweise 730 Euro in den weiteren Jahren nicht ganz oben auf der Skala“, räumt der IHK-Experte ein. Allerdings ziehe das Gastgewerbe mittlerweile nach.

Das Trinkgeld sei ein ordentlicher Dazuverdienst, hieß es aus der Runde. Inhaber, die dieses teilweise oder ganz einbehielten, wurden als „schwarze Schafe“ gegeißelt, die nicht ausbilden dürften.

„Vieles liegt an den handelnden Personen, das ist uns als IHK bewusst“, so Frank Neef. Daher müsse auch das Personal, das den jungen Menschen an die Seite gestellt werde, geschult werden. Am 10.

November gebe es dazu einen Ausbildertag in den Lübecker Media-Docks. Anmeldungen über die IHK, Telefon 0451/60060.

Termine auch am Nachmittag

17 Unternehmen machen mit beim „Gastro-Beat“ am Mittwoch, 28. September: Hotel und Restaurant Alte Straßenmeisterei, Restaurant Schlossküche (beide Eutin); Hotel Windspiel, Hotel Strandidyll, Hotel Hof Krähenberg, Strandhotel, Hotel Carat (alle Grömitz); Maritim-Seehotel, Maritim-Clubhotel, Grand Hotel Seeschlösschen (Timmendorfer Strand); Weissenhaus Grand Village, Ferien- und Freizeitpark Weissenhäuser Strand; Seaside-Strandhotel (Niendorf); Hotel-Restaurant Burg-Klause (Fehmarn); Hof Sierksdorf; Hotel Erholung, Restaurant Passat (Kellenhusen).

Termine können für vor- und nachmittags vereinbart werden. Mehr unter www.gastrobeat.de.

ben

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