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Ostholstein GdP—Nachwuchs pocht auf bessere Aufstiegschancen
Lokales Ostholstein GdP—Nachwuchs pocht auf bessere Aufstiegschancen
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23:16 26.04.2016
Gedankenaustausch (von links): Broder Petersen mit Katharina Masannek, Axel Dunst, Regina Poersch und Simone Lange. Quelle: hfr

Die Wohn- und Unterrichtsbedingungen für die Auszubildenden in der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung sowie Bereitschaftspolizei (PD AFB) sowie die beruflichen Perspektiven für den Nachwuchs bei der Landespolizei waren Hauptthemen eines Gespräches, zu dem sich Vertreter der „Jungen Gruppe“, der GdP-Nachwuchsorganisation, mit den beiden SPD-Landtagsabgeordneten Regina Poersch und Simone Lange trafen. Axel Dunst, Vorsitzender der Regionalgruppe AFB, hatte das Treffen organisiert.

„Der Qualitäts- anspruch darf nicht heruntergeschraubt werden.“ Katharina Masannek, Broder Petersen

Anlass für den Austausch war ein Positionspapier, das die GdP-Nachwuchsorganisation „für ein zukunftssicheres Auftreten der Polizei“ formuliert hatte. Broder Petersen und Katharina Masannek gaben den Abgeordneten einen Einblick in die Lebensumstände des Polizeinachwuchses. Und auch die bevorstehenden Veränderungen am Standort wegen der von der Landesregierung entschiedenen erhöhten Einstellungszahlen und die damit verbundene Ausweitung der Ausbildungskapazität in den kommenden Jahren wurden besprochen.

„Es ist ein richtiger Schritt die Einstellungszahlen zu erhöhen, dennoch darf der Qualitäts-Anspruch an die Ausbildung nicht herabgeschraubt werden. Eine sich wandelnde Gesellschaft verlangt immer mehr von einer modernen und bürgernahen Polizei. Hinzu kommt eine immer differenzierte Rechtsprechung, auf die auch die Polizei zu reagieren hat", stellten Masannek und Petersen fest.

Die erhöhten Einstellungs- und Ausbildungskapazitäten zögen zwangsläufig einen zusätzlichen Raumbedarf nach sich, erläuterte Axel Dunst. Er unterstrich: „25 Auszubildende sind die absolute Obergrenze für die Klassengrößen.“ Dabei verwies Dunst auf seine langjährigen Erfahrungen als Fachlehrer, aber auch auf Gespräche mit Verantwortlichen. Lediglich zu einzelnen Themen sei eine Vermittlung von Unterrichtsinhalten im Rahmen von Vorlesungen und damit für einen vergrößerten Teilnehmerkreis denkbar. Aber dafür müssten Hörsäle ebenfalls noch geschaffen werden, so Dunst.

Auch personell bedeuteten die erhöhten Einstellungszahlen für die Lehrkräfte der PD AFB einen immensen Kraftakt, der nur mit einem entsprechenden Zuwachs aufgefangen werden könne. „Etwas Größeres darf nun nicht mehr hinzukommen“, unterstrich Dunst, der daran erinnerte, dass das Fortbildungsangebot nach einer Organisationsreform innerhalb der PD AFB aufgrund einer nicht mehr ausreichenden Anzahl von Lehrkräften bereits merklich reduziert worden sei.

Weitestgehend zufrieden zeigten sich die Junge Gruppe-Vertreter mit den Wohnbedingungen in der PD AFB. Langfristig sei jedoch eine Zweibettbelegung anzustreben, derzeit teilen sich drei Auszubildende ein Zimmer. Das Angebot zur Freizeitgestaltung sei jedoch verbesserungswürdig sei, insbesondere im sportlichen Bereich. Gleichzeitig unterstrichen beide die GdP-Forderung, dass die Anhebung des Einstiegsamtes im mittleren Dienst ein Schritt in die richtige Richtung gewesen sei. Die Umsetzung habe aber beim „Bestandspersonal“ zu Unmut geführt. „Deshalb muss die Beförderungssituation in der Polizei verbessert werden“, so Masannek und Petersen. Im mittleren Dienst müsse die Besoldungsgruppe A 9 mit Amtszulage und im gehobenen Dienst A 11 kurz- oder mittelfristig auf jeden Fall erreichbar sein. Die jungen Polizisten sprachen sich dafür aus, dass im Bereich der PD AFB endlich umgehend für die dort untergebrachten Anwärter ein leistungsstarker W-Lan-Zugang auch zur privaten Nutzung zur Verfügung stehen sollte. Dies insbesondere auch, weil der Polizeinachwuchs zum Wohnen in der Unterkunft verpflichtet sei. Hier habe es in der Vergangenheit bereits entsprechende zusagende Signale gegeben, ohne dass sich bislang konkret etwas getan habe, so Axel Dunst.

Am Ende des Gesprächs waren Simone Lange, die auch als innenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion fungiert, und Regina Poersch beeindruckt von den Erklärungen der Nachwuchspolizisten:

„Wir haben einen guten Einblick über die Lebensumstände der Polizeiauszubildenden erhalten.“ Dies helfe bei den politischen Verhandlungen. In der Frage des W-Lan-Zugangs versprachen Lange und Poersch: „Wir werden noch einmal nachhaken.“

Von Thomas Gründemann

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