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Ostholstein Gedanken zu Tod und Sterben
Lokales Ostholstein Gedanken zu Tod und Sterben
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18:15 25.06.2016
Gertrüüüd und Plüüm bringen als Klinikclowns ein Lachen auf die Palliativstation. Als Putzfrau und Hausmeister sorgen sie für Ordnung. Quelle: Fotos: Aj

Die Landesgartenschau als Möglichkeit, die Arbeit der Hospizvereine und Palliativstationen einem breiten Kreis zugänglich zu machen – diese Gelegenheit haben die Hospizinitiative Eutin und der Hospiz- und Palliativverband Schleswig-Holstein (HPVSH) ergriffen und gemeinsam mit anderen Institutionen ein informatives Wochenende organisiert. Unter dem Motto „Hospiz im Garten des Lebens“ wird auf der Aktionsfläche der LGS die Arbeit der Sterbe- und Trauerbegleiter zugänglich gemacht. Mitmachaktionen, Basteleien, Lesungen und Filme und vor allem die persönliche Begegnung sollen einem Thema die Tür öffnen, das alle betrifft: Tod und Sterben und den Umgang damit.

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Hospiz- und Palliativtage mit vielen Veranstaltungen auf der Landesgartenschau.

In einer Podiumsdiskussion, die wetterbedingt von der Sparkassenbühne in die Reithalle verlegt worden war, beleuchtete eine vierköpfige Runde das Sujet aus unterschiedlichen Perspektiven.

Staatsekretärin Annette Langner, Sterbe- und Trauerbegleiterin Silke Eckeberg, Propst Peter Barz und der Vorsitzende des HPVSH, Hermann Ewald, nahmen die Bekanntheit der Hospizangebote ebenso unter die Lupe wie die Rahmenbedingungen für die in diesem Bereich ehrenamtlich Engagierten. Langner informierte darüber, dass es spätestens mit Beginn des nächsten Jahres eine Koordinierungsstelle in Form einer hauptamtlichen Geschäftsführung für den HPVSH geben werde, deren Finanzierung das Land übernehmen werde. In der Frage, wie der Tod in die gesellschaftliche Wahrnehmung zu integrieren sei, betonte der Propst die Bedeutung geschützter Zeiten und Orte, um den Tod ins Leben zu holen, damit es gelinge: „Deshalb streiten wir so für die Ruhe dieser Tage, das ist kein kirchliches Machtstreben, sondern wir brauchen das als Gesellschaft.“

Silke Eckeberg plädierte für Unbefangenheit: „Der Tod gehört zum Leben. Wir müssen bei den Kindern anfangen!“ Das Bewusstsein über das Gewicht des eigenen Tuns müsse weit vor dem wirtschaftlichen Denken rangieren, unterstrich Hermann Ewald: „Zwischen Palliativmedizin und Hospizarbeit darf es keine wirtschaftliche Konkurrenz geben, die Institutionen müssen verknüpft arbeiten“, sagte der Onkologe. Das Schlusswort gehörte Klinikclown Gertrüüüd: „Zum Abschied gehört auch, lächeln zu dürfen.“

Auch heute steht die Aktionsfläche bis 18 Uhr unter dem Zeichen der Hospiztage. In der Orangerie finden verschiedene Veranstaltungen dazu statt.

aj

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