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Lokales Ostholstein Gedenken an Leni bleibt Thema in Heiligenhafen
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20:51 29.09.2017
Stadtvertretung Heiligenhafen mit der Sozialdemokratin Maria Waschner (l.), die vereidigt wurde. Quelle: Foto: Peter Mantik
Heiligenhafen

Eine Reaktion der Verwaltung gab es erst am Ende der Sitzung, als Bürgermeister Heiko Müller (parteilos) wiederholte, was er vorher auch gesagt hatte: „Das Aufstellen von Gedenksteinen in der Stadt ist nicht vorgesehen.“ Er wolle aber mit der Familie Kontakt aufnehmen, um eine alternative Gedenkmöglichkeit zu erörtern. Karl-Uwe Baecker (FDP) regte an, den Spielplatz am Binnens

ee nach dem Mädchen zu benennen. Bei einer Petition im Internet für das Aufstellen eines Gedenksteines waren einige Tausend Stimmen zusammengekommen. Viele Menschen äußerten sich in den sozialen Medien sehr kritisch zum Kurs der Stadt. Bürgervorsteher Gottfried Grönwald: „Die Stadtvertretung darf hier nicht entscheiden. Unsere Gedanken sind bei der Familie. Wir wünschten uns eine menschliche Entscheidung.“

Sozialdemokratin Maria Waschner ist Nachrückerin für den ausgeschiedenen Dr. Theo Siebel (LN berichteten) in der Stadtvertretung. Das hat auch Folgen für die Ausschüsse. Monika Rübenkamp rückt in den Stadtentwicklungsausschuss, Claus Meyer (beide SPD) in den Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten. Den Vorsitz im Stadtentwicklungsausschuss übernimmt nach Losverfahren die SPD und benennt Rübenkamp. Die Sozialdemokraten nominierten dann noch Maria Waschner als 2. stellvertretende Bürgermeisterin. Sie erhielt 13 Ja-Stimmen bei sechs Enthaltungen (alle CDU).

Thema war auch das geplante Großprojekt „Hafenkante“. Hierfür soll jetzt ein städtebauliches Entwicklungskonzept erstellt werden. Stadtrat Stephan Karschnick (CDU) hatte im Fachausschuss gesagt: „Einzelne Inhalte und Teilbereiche werden wir Stück für Stück einzeln beraten.“ Noch geht es also um den Grundsatz. Karl-Uwe Baecker regte einen Ideenwettbewerb an – dies hatte eine Initiative um Architekt Niko Rickert sowie Olaf Gülzow zuletzt ebenfalls gefordert. Ein solcher Passus wurde in den Beschluss aufgenommen: Es werde nicht ausgeschlossen, dass zu einem späteren Zeitpunkt ein städtebaulicher Wettbewerb stattfindet. Die Heiligenhafener Verkehrsbetriebe (HVB) kümmern sich um die weiteren Schritte.

In der Einwohnerfragestunde stellte Niclas Boldt eine Frage, die eher einem Vortrag glich. Es ging im Kern darum, dass für eine Beschlussvorlage für den geplanten Museumshafen elementare Basisinformationen seiner Meinung nach noch fehlen. Unter Top 15 wurde jedoch der Beschluss gefasst, für das Projekt einen Kooperationsvertrag zu schließen.

Bürgermeister Heiko Müller (parteilos) erklärte zum Thema Sturmschaden aus dem Januar in Höhe von 3,5 Millionen Euro, dass das Land in Höhe von 216000 Euro helfe. Jedoch gebe es eine zeitliche Frist für die Schadensbehebung bis Ende Oktober. Müller: „Das ist eng.“

Von Peter Mantik

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