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Gefährlicher Leichtsinn am Bahnübergang

Oldenburg Gefährlicher Leichtsinn am Bahnübergang

Leichtsinn an den Gleisen: Der ehemalige Bahnübergang „Feldhof“ in Oldenburg wird offenbar trotz Verbot immer wieder genutzt. Drastische Strafen drohen — Bahn will jetzt handeln und im Laufe des Jahres und eine feste Absperrung bauen.

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Der ehemalige Bahnübergang „Feldhof“ in Oldenburg: Polizei und Stadt bestätigen, dass die Absperrungen regelmäßig beiseite geschoben werden. Dadurch bringe man nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen in Gefahr, so die Bundespolizei.

Quelle: Fotos: Bundespolizei, Ln-Archiv

Oldenburg. Polizei und Stadt bestätigen, dass die Absperrungen regelmäßig beiseite geschoben werden. Dadurch bringe man nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen in Gefahr, betont Bundespolizei-Sprecher Gerhard Stelke. Zuletzt sei gar nicht mehr zu erkennen gewesen, dass der Übergang gesperrt ist — sodass nachfolgende Passanten in keinster Weise gewarnt gewesen seien.

Die betreffende Querung wurde nach einem tödlichen Unfall im Jahr 2008 gesperrt. Eine Frau und ihre 13-jährige Tochter starben damals, nachdem ihr Auto an dem unbeschrankten Übergang von einem Zug erfasst wurde. Die Bahn entschied daraufhin, die Querung komplett stillzulegen.

Im Laufe dieses Jahres soll es laut Bahn-Sprecher Andreas Sahlmann nun auch bauliche Maßnahmen geben und die mobile durch eine feste Absperrung ersetzt werden. Dass es bis dahin sieben Jahre gedauert hat, erklärt Sahlmann damit, dass derlei Arbeiten „immer dann mit aufgenommen werden, wenn es gerade passt“. Eigentlich habe auch bei den bisherigen Baken „jedem klar sein müssen, dass man die Gleise an dieser Stelle nicht queren sollte“.

Laut Bundespolizei-Sprecher Gerhard Stelke sei Unvernunft an Bahngleisen jedoch „leider an der Tagesordnung“. Die Spannbreite reiche von Kindern, die auf den Schienen spielten, bis zu Autofahrern, die geschlossene Schranken zu umfahren versuchten. Er habe sogar schon erlebt, dass Zäune überklettert oder gar fest montierte Gitter abgeschraubt worden seien. Dabei sei dieses Verhalten „ganz klar lebensgefährlich“, warnt Stelke. Viele Züge seien heutzutage so leise, dass sie erst zu hören seien, wenn es zu spät sei.

Auch Oldenburgs Ordnungsamtsleiter Jörg Saba muss feststellen, dass viele Menschen die Gefahren offenbar unterschätzen. Der Bahnübergang „Feldhof“ scheine im Moment trotz Sperrung noch häufig genutzt zu werden. Um die Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken, bis die Querung endgültig verbaut wird, will die Stadt nun einen Bauzaun errichten. Er sei schon bestellt und solle in den kommenden Tagen aufgestellt werden. Saba: „Wir müssen es den Leuten so schwer wie möglich machen, an dieser Stelle die Gleise zu überqueren.“ Eine Tragödie wie 2008 dürfe sich dort auf keinen Fall wiederholen.

Jede Gefahrenstelle abzuriegeln, sei jedoch unmöglich, sagt Gerhard Stelke, „man kann nicht jede Bahnstrecke komplett einzäunen“. Man könne nur immer wieder über die Gefahren aufklären und an die Vernunft der Menschen appellieren, sagt der Bundespolizist. Abgesehen davon werde leichtsinniges Verhalten an Bahngleisen auch geahndet, betont Stelke: Wer beim unbefugten Überqueren erwischt wird, muss ein Bußgeld von 25 Euro zahlen — werden Absperrungen oder Warnschilder entfernt, wird es teurer. Dass das „Abenteuer“ schlimmstenfalls tödlich enden könnte, „sollte aber eigentlich abschreckend genug sein“.

Jennifer Binder

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