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Ostholstein Viel Geld für Ostholsteiner Kulturprojekte
Lokales Ostholstein Viel Geld für Ostholsteiner Kulturprojekte
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18:11 08.11.2018
Die Einweihung des ersten Landkunststücks auf Hof Steensen in Cismarfelde fand im Herbst 2017 statt. Quelle: SEBASTIAN ROSENKÖTTER
Ostholstein

Der Bund hat seine Fördertöpfe geöffnet. Ostholstein profitiert mit etlichen Millionen Euro davon, die Denkmalschutzprioprojekten und Kulturinitiative zugute kommen. Das Eutiner Schloss und die Kirche St. Jürgen in Grube erhalten zusammen 510 000 Euro aus Berlin. 1,09 Millionen Euro fließen für die Sanierung der Laurentius-Kirche in Süsel, einer Feldsteinkirche. Sie prägt seit über 850 Jahren das Bild der Region. Der Bund unterstützt den Verein „Landkunststück“ mit 70 000 Euro. Außerdem fließen 99 087 Euro an die Stiftung Neue Musik-Impulse Schleswig-Holstein und die dazugehörige Konzertreihe „Classical Beat“. Dies teilte die Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn (SPD) mit.

Sanierung kann beginnen

„Ich bin glücklich, dass die Sanierung des Schlosses Eutin zum einem erneut mit weiteren 400 000 Euro aus Bundesmitteln gefördert wird, nachdem der Haushaltsausschuss für den Eutiner Schlossgarten im Jahr 2013 bereits 300 000 Euro Förderung bewilligt hatte. Nun können unter der Leitung von Geschäftsführerin Brigitta Herrmann die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten an der Außenfassade, dem Dach und den Fenstern mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 800 000 Euro beginnen“, teilte Hagedorn weiter mit. Als zweite Tranche fließen 110 000 Euro an die St.-Jürgen-Kirche in Grube. Geld, das nachgeschossen wird, womit nun insgesamt 440 000 Euro in die Kirchensanierung fließen. Während der Sanierung hatten sich wesentlich größere Schäden herausgestellt, als zuvor angenommen.

Jugendliche sollen gefördert werden

Die beiden Kunst-Projekte gibt es erst seit wenigen Jahren. Sie wurden jetzt unter Hunderten ausgewählt. Festivalinitiator Hans-Wilhelm Hagen sagte den LN, dass pro Jahr zwischen 140 000 und 200 000 Euro benötigt würden. Die Finanzierung laufe sowohl über die Stiftung als auch über Sponsoren und Unterstützer. Die nun zugesagte Förderung solle in das Projekt „Digital Soundscapes“ investiert werden. Bei diesem können Schulen aus der Hansebelt-Region mitmachen. Jugendliche ab der neunten Jahrgangsstufe sollen eingeladen werden, die Geräuschkulisse ihres Alltags bewusst zu erforschen. Auch der Umgang mit professioneller Musiksoftware gehört dazu. „Neben den Workshop-Elementen können wir nun auch die Präsentation der Ergebnisse finanzieren“, betont Hagen und ergänzt, dass das Geld verteilt auf drei Jahre ausgezahlt werde. Zugleich steht bereits fest, dass es auch 2019 Konzerte an ungewöhnlichen Orten geben wird.

Landkunst und Musik im ländlichen Raum

Neue Kunstwerke angekündigt

Genau im richtigen Moment kommt die Zusage aus Berlin für Claudia Reshöft. Die Mitinitiatorin der „Landkunststücke“ benötigt etwa 100 000 Euro. Ziel ist es, im ländliche Raum, genauer gesagt im Ostseeferienland (Dahme, Grömitz, Kellenhusen, Grube, Lensahn), Kunstwerke aufzustellen. Sie sollen als eine Art Türöffner fungieren und Menschen auf landwirtschaftliche Betriebe locken. Bislang wurden drei Objekte installiert. Ende Mai 2019 wird ein weiteres in Grube folgen. Anschließend geht es nach Cismar und Lenste. Sie alle sollen per Fahrradroute miteinander verbunden werden. „Durch die innovativen Skulpturen und Videoinstallationen sowie die Liebe und Verbundenheit zur Natur konnte sich der Antrag des Vereins im Bund durchsetzen“, erläuterte Bettina Hagedorn. Reshöft ergänzte, dass auch 2020 Kunstwerke aufgestellt würden und sie nicht damit gerechnet habe, eine so hohe Fördersumme zu erhalten.

Sebastian Rosenkötter

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