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Ostholstein Gemeinde Ahrensbök überträgt Abwasserentsorgung an den ZVO
Lokales Ostholstein Gemeinde Ahrensbök überträgt Abwasserentsorgung an den ZVO
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20:29 14.10.2016

Der Zweckverband Ostholstein (ZVO) übernimmt die Abwasserentsorgung in der Gemeinde Ahrensbök: Dafür hat am Donnerstagabend die Mehrheit der Gemeindevertreter gestimmt. Bei drei Gegenstimmen beschlossen sie im nichtöffentlichen Teil der Sitzung die Übertragung dieser Aufgabe an den ZVO. „Diese Entscheidung ist sorgfältig vorbereitet worden“, hatte Bürgermeister Andreas Zimmermann (parteilos) zuvor betont. „Das ist ein wesentlicher Schritt für unser Gemeinwesen.“

Die Gemeinde konnte nach eigenen Angaben die Entsorgung des Abwassers nicht mehr wirtschaftlich betreiben, da wegen eines großen Sanierungsstaus hohe Investitionen nötig sind und damit auch die Gebühren erhöht werden müssten. Derzeit zahlen die Ahrensböker zwar nur 2,61 Euro pro Kubikmeter Abwasser – doch die Gebühren seien nur deshalb so niedrig, weil nicht investiert worden sei, erläuterte Zimmermann. An den ZVO müssen die Ahrensböker nach der Übertragung vermutlich 2,89 Euro zahlen. Eine weitere Entsorgung durch die Gemeinde wäre aber bereits ab 2017 noch teurer geworden, so die Argumentation.

Welchen Wertausgleich der ZVO für das Anlagevermögen – Klärwerk, Rückhaltebecken, Leitungen – zahlt, werde voraussichtlich während der Gemeindevertretersitzung im Dezember öffentlich bekannt gegeben, sagte Zimmermann. „Erst einmal muss der Vertrag ratifiziert werden, außerdem entscheiden die Gremien des ZVO erst im November.“

An der künftigen Abwasserbeseitigung in Gießelrade, Tankenrade und Havekost werde sich durch die Übertragung auf den ZVO nichts ändern, hieß es. Nach langem Streit hatten sich Gemeinde und Dorfschaften darauf geeinigt, dass in Gießelrade ein Mischwassersystem mit Hauskläranlagen und Regenrückhaltebecken gebaut wird. In Tankenrade sollen zwei Regenrückhaltebecken entstehen, und Havekost soll entweder eine zentrale Entwässerung oder eine dezentrale Variante bekommen.

latz

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