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Ostholstein Gemeinde Gremersdorf muss Steuern erhöhen
Lokales Ostholstein Gemeinde Gremersdorf muss Steuern erhöhen
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20:18 18.12.2015

Fast 20 Jahre hat die Gemeinde Gremersdorf die Hebesätze für die Grundsteuer A und B unverändert gelassen. Angesichts eines nicht ausgeglichenen Haushaltes kommt die Gemeinde jetzt nicht mehr um eine Erhöhung herum.

„Wir waren im gesamten Kreis die Kommune mit den niedrigsten Hebesätzen“, erläuterte Bürgermeister Henning Pries (CDU) auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Ein unausgeglichener Verwaltungshaushalt mit einem Defizit von rund 88000 Euro lässt Gremersdorf jedoch keinen Spielraum, sofern die Gemeinde auf Fehlbedarfszuweisungen vom Land hofft. Denn diese dürfen nur gezahlt werden, wenn die Kommune alles in ihren Kräften Stehende getan hat, um aus eigener Kraft das Defizit auszugleichen. Und dazu zählen eben auch die Steuererhöhungen.

Die Grundsteuer A steigt somit von 280 auf 340 Prozent, die Grundsteuer B von 290 auf 350 Prozent. Die Gewerbesteuer wurde bereits 2011 auf 350 Prozent angehoben und bleibt unverändert. Henning Pries verteidigte die Anhebung dennoch als moderat. Alle umliegenden Städte und Kommunen lägen auch nach der Anhebung noch über dem Gremersdorfer Satz, sagte Henning. „Die Steuererhöhung alleine wird aber nicht ausreichen, um das Defizit zu glätten“, ergänzte Jürgen Albert (CDU). „Wir müssen intensiv sparen.“

Das Minus im Verwaltungshaus begründete Pries mit Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer. Diese lägen 32000 Euro unter dem Ansatz. Im Vermögenshaushalt habe sich die Einnahmenseite durch den nicht umgesetzten Verkauf von Flächen für den Autohof verschlechtert. Pries führte dies darauf zurück, dass Nachrichten über weitere Verzögerungen beim Bau der Beltquerung mögliche Betreiber oder Investoren für den Betrieb eines Autohofes abgeschreckt hätten. Auch 2016 soll deshalb nicht mit der ursprünglich veranschlagten Einnahme von 70000 kalkuliert werden. Der Haushalt wurde einstimmig angenommen. tk

LN

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