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Ostholstein Gemeinsam gegen Gewalt – über Kreisgrenzen hinweg
Lokales Ostholstein Gemeinsam gegen Gewalt – über Kreisgrenzen hinweg
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20:53 13.11.2017
„Körperstrafen“ wurden 2000 abgeschafft. Kinder haben das Recht auf gewaltfreie Erziehung. Quelle: Foto: Nicolas Armer/dpa
Bad Segeberg

Ein neues Gebäude ist mit dem Kinderschutzzentrum nicht verbunden. Das ist auch gar nicht nötig, weil der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) als Betreiber mit seinen Fachberatungsstellen in beiden Kreisen sehr gut vertreten ist. Beraten wird in Ostholstein in Bad Schwartau, Burg auf Fehmarn, Heiligenhafen, Malente, Neustadt und in Oldenburg sowie im Kreis Segeberg in Bad Bramstedt, Bad Segeberg, Bornhöved, Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen undTrappenkamp.

Podiumsdiskussion mit (v. l.) Moderatorin Sybille Vosbach, den Landräten Reinhard Sager (Ostholstein) und Jan Peter Schröder (Segeberg) sowie Silke Duda, Abteilungsleiterin im Kieler Sozialministerium. Quelle: Fotos: (2) Kullack
Silke Ohrtmann (links) leitet das Zentrum im Kreis Segeberg, Silke Krause in Ostholstein.

Kontakt

Kinderschutzbund im Kreis Ostholstein: Vor dem Kremper Tor 19 in Neustadt, Tel. 04561/512325; s.krause@kinderschutzbund-oh.de

Kinderschutzbund im Kreis Segeberg: Kirchplatz 1 in Bad Segeberg, Tel. 04551/88888; silke.ohrtmann@kinderschutzbund-se.de

Gerade im ländlichen Raum sei der Kinderschutz in diesen Zentren enorm wichtig, erklärte Silke Duda, Abteilungsleiterin im Kieler Sozialministerium, die anstelle von Jugend- und Familienminister Heiner Garg (FDP) gekommen war. Garg wollte das Zentrum ursprünglich selbst einweihen, ist aber in die Koalitionsverhandlungen in Berlin eingebunden. Auf dem Land werde Gewalt gegen Kinder eher tabuisiert als in den Ballungsräumen, erklärte Duda. Kinderschutz-Zentren gibt es bisher in Kiel (Träger: Kinderschutzbund), Lübeck (Arbeiterwohlfahrt) und an der Westküste (Diakonie Husum).

„Kinderschutz-Zentren sind Facheinrichtungen für Fragen der Gewalt gegen Kinder – bei sexuellem Missbrauch, Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung. Kinder befinden sich dann oft in einer existenziellen Notlage, deshalb war es uns wichtig, die vorhandenen Fachberatungsstellen zu einem gemeinsamen Kinderschut- Zentrum Ostholstein-Segeberg auszubauen und damit die Hilfsangebote in der Region zu stärken“, erklärte Irene Johns, Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes.

Mit dem Zentrum werde der Kinderschutz in Ostholstein fachlich noch qualifizierter aufgestellt, zugleich werde eine wichtige Versorgungslücke geschlossen, sagte Ostholsteins Landrat Reinhard Sager (CDU). Gerade im ländlichen Raum müssten Kinderschutzproblematiken thematisiert und die Hilfsmaßnahmen für alle Betroffenen besser verfügbar sein.

Die Stärke einer Gesellschaft, so ergänzte der Segeberger Landrat Jan Peter Schröder, zeige sich in deren Umgang mit den Schwächsten – hier den Kindern: „Das Kinderschutz-Zentrum Ostholstein-Segeberg wird ein wertvoller Kooperationspartner für die dezentralen Beratungsstandorte des Jugendamtes im Kreis Segeberg sein.“

Die Fachbereichs-Leiterinnen Silke Krause (Ostholstein) und Silke Ohrtmann (Segeberg) stellten am Montagvormittag bei der Einweihung Beispiele aus der konkreten Arbeit vor, dazu hatte Moritz Boll einen Kurzfilm geschaffen, der die dezentrale Arbeit des Zentrums dokumentiert.

Lothar H. Kullack

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