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Ostholstein Gemeinschaftsschule Pönitz soll Oberstufe bekommen
Lokales Ostholstein Gemeinschaftsschule Pönitz soll Oberstufe bekommen
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22:23 24.11.2016
Derzeit werden in der Pönitzer Grund- und Gemeinschaftsschule etwa 700 Schüler in 29 Klassen unterrichtet. Zum Schuljahr 2019/2020 soll zusätzlich eine Oberstufe eingerichtet werden. Einen entsprechenden Antrag wird die Gemeindeverwaltung an das Bildungsministerium in Kiel schickten. FOTOS: DÜVELL-VEEN

Sie beauftragte die Verwaltung, einen entsprechenden Antrag beim Ministerium für Schule und Berufsbildung in Kiel zu stellen. Grünes Licht hatten vorher bereits der Sozial- und Kulturausschuss sowie die Schulkonferenz gegeben.

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Derzeit werden in der Pönitzer Grund- und Gemeinschaftsschule etwa 700 Schüler in 29 Klassen unterrichtet. Zum Schuljahr 2019/2020 soll zusätzlich eine Oberstufe eingerichtet werden. Einen entsprechenden Antrag wird die Gemeindeverwaltung an das Bildungsministerium in Kiel schickten. FOTOS: DÜVELL-VEEN

In namentlicher Abstimmung votierten die Vertreter von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen für den Antrag, während die WUB- Fraktionsvorsitzende Anja Bendfeldt mit „Nein“ stimmte, enthielten sich die drei WUB-Vertreter.

Die Angehörigen der Wählergemeinschaft monierten vor allem den Zeitplan und fehlende Informationen. Auch wenn die WUB mehrheitlich Befürworter der Oberstufe sei, so seien längst noch nicht alle Fakten zum Für und Wider erörtert worden, kritisierte Bendfeldt. Dr. Jörg Lohmann (WUB) ergänzte: „Es fehlen Angaben zu den Gesamtinvestitionskosten und zu den Folgekosten. Wie soll das alles überhaupt finanziert werden?“

Sozialausschuss-Vorsitzender Jürgen Brede (SPD) wollte diese Kritik nicht gelten lassen. Die Pönitzer Schule sei schon jetzt ein Erfolgsmodell. Mit der Sekundarstufe werde sie langfristig gesichert.

Brede: „Außerdem haben alle Schüler in der Gemeinde die Chance, alle Schulabschlüsse bis hin zum Abitur zu machen.“ Der Vorsitzende appellierte an die übrigen Gemeindevertreter: „Wir sollten mit dem Antrag die Schule auf den Zukunftsweg bringen.“

Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Dwars zeigte sich als eifriger Befürworter der Sekundarstufe II. Wer sage, dass sich die Gemeinde keine Oberstufe leisten könne, müsse nur die richtigen Prioritäten setzen. „Es geht hier um die Zukunft unserer Kinder, und da ist es keine Frage, dass wir zustimmen“, sagte er.

Der Scharbeutzer Bürgermeister Volker Owerien (parteilos) hatte zu Beginn der Debatte noch einmal die ersten Überlegungen sowie die Beratungen im Ausschuss und in der Schulkonferenz zusammengefasst.

Die Gemeinde Scharbeutz als Schulträgerin sehe den Antrag als „ein Signal zur Weiterentwicklung des Schulwesens“ in der Kommune. Damit werde einerseits einer Abwanderung der Schüler entgegengewirkt.

Andererseits würde mit der Einrichtung einer Oberstufe ein erweitertes Schulangebot geschaffen, das gleichzeitig auch ein Angebot für Schüler aus den umliegenden Gemeinden wäre.

Genaue Zahlen könnten noch nicht vorgelegt werden. Zwischen 2,5 und 3,5 Millionen aber werde der Bau von sechs neuen Klassen- und Differenzierungsräumen sowie von Erweiterungen der Mensa und des Lehrerzimmers sicherlich kosten. Dafür werde die Gemeinde Scharbeutz am Schulstandort Pönitz auch zukünftig ein wohnortnahes und qualitativ hochwertiges Bildungsangebot in modernen Unterrichtsräumen vorhalten und sichern.

Das Schulamt des Kreises habe mitgeteilt, dass pro Aufnahmejahrgang mindestens die Anzahl von 50 Schülern erreicht werden muss. Dies würde nach den Berechnungen für das laufende Schuljahr sowie den Prognosezeitraum der nächsten vier Jahre erreicht werden.

Schulleiter Peter Schultalbers kommentierte die Entscheidung mit den Worten: „Ich freue mich für die Schule. Das ist für uns eine Riesenchance.“ Allerdings hätte er gehofft, dass diese so wichtige Entscheidung einstimmig getroffen werde. Das hätte guter Tradition entsprochen. Auf alle Fälle weiß er schon jetzt: „Da kommt sehr viel Arbeit auf uns zu.“

Ein Pönitzer Schüler hatte sich gleich zu Beginn der Sitzung zu Wort gemeldet. In der Einwohnerfragestunde klagte der Noah Löser über Raser in seinem Wohnort Wulfsdorf. Der 14-Jährige berichtete anschaulich von Beinahe-Unfällen, die er selber erlebt hat und davon, dass das Schild „Freiwillig 30 fahren“ keine Wirkung zeigt. „Ich habe das Gefühl, dass erst ein Kind unter einem Auto liegen muss, ehe etwas geschieht“, ließ der Junge die Politiker wissen. Hinterher bekannte der Schüler: „Ein bisschen aufgeregt war ich schon. Ich musste mich zwar zum Reden überwinden, wollte das aber unbedingt loswerden.“

 Christina Düvell-Veen

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