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Ostholstein Georg Deutz löst Otto Witt ab
Lokales Ostholstein Georg Deutz löst Otto Witt ab
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20:18 08.04.2017
Thomas Strelow schoss im Revier Gömnitz diesen Widder. Das Tier hatte einen vereiterten Lauf. „Ich war froh, dass ich es erlösen konnte“, sagte der Jäger.

Nach zwölf Jahren als Vorsitzender der Kreisjägerschaft Eutin hat Otto Witt sein Amt abgegeben. „Ich gehe eher mit einem lachenden als einem weinenden Auge. Wenn junge Leute bereit stehen, die sagen, ich würde es machen, dann muss man das auch annehmen“, sagte der 64-Jährige und beglückwünschte seinen Nachfolger, Georg Deutz (42) vom Hegering Timmendorfer Strand von Herzen.

Harmonische Jahresversammlung der Kreisjägerschaft Eutin – Andrang zum „Grünen Abitur“.

„Ich bin gern Vorsitzender dieser Kreisjägerschaft gewesen“, bekannte Witt. Er bedankte er sich vor allem bei seinem Stellvertreter und gutem Freund Christian Meissner. „Er hat mich zu fast allen Terminen begleitet. Ich hab’ das Schnacken gemacht, du hattest die Ahnung“, sagte Witt mit seinem bekannten trockenen Humor und erntete donnernden Applaus.

Den Abschied erleichterte ihm die Kreisjägerschaft auf ihrer Jahresversammlung in der Ahrensböker Gillhalle mit zwei wichtigen Beschlüssen, die ohne irgendeinen Einwand gefasst wurden. Die Umlage für das Schießsportzentrum Kasseedorf (30 Euro) wird für die Jahre 2018/19/20 verlängert. „Der Schießstand etabliert sich immer mehr. Er ist ein Generationenprojekt und muss für uns erhalten bleiben“, hatte Otto Witt zuvor geworben. Ebenso stimmten die Jäger einer vom erweiterten Vorstand vorgeschlagenen Beitragserhöhung ab 2018 um 25 Euro pro Jahr zu (der derzeitige Beitrag liegt bei 85 Euro).

Drei Euro davon sollen bei der Kreisjägerschaft selbst verbleiben, 22 Euro an den Landesjagdverband gehen. Dessen Vorsitzender Wolfgang Heins hatte eindringlich auf die klamme Finanzsituation des Verbandes verwiesen: „Wir brauchen Geld, um die Schieflage aus den vergangenen Jahren zu beseitigen.“ Die Geschäftsstelle in Flintbek soll auf Vordermann gebracht werden und endlich mit moderner Technik arbeiten. Künftig müsse die Jägerschaft nach seinen Worten auch offensiv Öffentlichkeitsarbeit betreiben: „Seit Jahren wird eine Naturentfremdung beklagt. Wir müssen unsere Reviere öffnen, zum Beispiel zeigen, was auf einem Hochsitz passiert.“

An Nachwuchs mangelt es den Jägern nicht. Zum „Grünen Abitur“, so führte Landrat Reinhard Sager in seinem Grußwort aus, hätten sich 50 jagdlich Interessierte aus dem ganzen Kreis angemeldet: 32 aus dem Bereich der Kreisjägerschaft Eutin, 18 aus Oldenburg. „So viele waren es seit 20 Jahren nicht“, sagte Sager erfreut, der versicherte, seine Verwaltung sei bestrebt, die Arbeit der Kreisjägerschaft bei der Ausbildung und der Prüfung zu unterstützen. „Die Jungjäger müssen aber auch in den Revieren untergebracht werden“, legte Otto Witt seinen Kollegen nahe. „Es geht ja nicht an, dass sie eine anspruchsvolle Prüfung ablegen und dann keine Gelegenheit haben zu jagen.“

Die Kreisjägerschaft Eutin hat derzeit 739 Mitglieder. Über die Jagdstrecke im Jagdjahr 2016/17 berichtete Kreisjägermeister Gustav Hogreve: 765 Stück Damwild (plus 20 Prozent gegenüber Vorjahr), Rehwild (3029), Schwarzwild (978), Muffelwild (1), Feldhasen (676), Wildkaninchen (269), Füchse (631), Marderhunde (351), Stockenten(1102).

Gewählte und Geehrte

Der neue Vorstand der Kreisjägerschaft: Georg Deutz (Vorsitzender), Christian Meissner und Jürgen Schlüter (Stellvertreter), Sabine Asbach (Schriftführerin), Johanna Muhs (Schatzmeisterin).

Verdienstnadeln erhielten: Jörn Jahnke und Herbert Boller, beide Hegering Tdf. Strand; Frank Schumacher, HR Malente; Johannes Tode, HR Pönitz (alle Bronze). Hubertus Fitz, HR Tdf. Strand; Horst Prell, HR Bad Schwartau; Frank Redemann, HR Malente (alle Silber).

60 Jahre Mitglied: Gert Kayser, Bad Schwartau; Jürgen Meyer und Robert Prüß, beide Stockelsdorf; Walter Stille, Pönitz.

ben

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