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Ostholstein Gerätehaus in Röbel: Woher kommt das Wasser?
Lokales Ostholstein Gerätehaus in Röbel: Woher kommt das Wasser?
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03:02 14.03.2018
Gemeindewehrführer Rolf Müller ist wie alle Fachleute ratlos.
Röbel

Die Zusammenkünfte der Wehr finden im alten Gerätehaus nebenan statt. Der Versammlungsraum im neuen Gebäude ist ebenso wie die Umkleiden, Sanitärbereiche und das Büro von Wehrführer Steven Paulsen gesperrt. Mittlerweile sind darin überall Wände und Böden geöffnet worden, auch im Außenbereich haben Sachverständige Löcher gegraben, um die Ursachen für den Wasseraustritt zu ermitteln. „Aber wir finden nichts“, sagen sowohl Süsels Bürgermeister, Holger Reinholdt (FWS), als auch Gemeindewehrführer Rolf Müller. „Die Feuerwehr, die Gemeindevertretung und ich, wir alle sind stinksauer“, erklärt Reinholdt. 700000 Euro hat das neue Gebäude für die Wehr gekostet – auf das die Aktiven viele Jahre warten mussten. Rund vier Wochen nach der offiziellen Einweihung im Dezember 2017 kam die Ernüchterung: In mehreren Räumen wurde Schimmelbefall festgestellt.

Die Stimmung in der Freiwilligen Feuerwehr Röbel ist im Keller. Seit zwei Monaten wird im und um das neue Gerätehaus herum nach einem Leck in Leitungen gesucht, was zu massiver Schimmelbildung in mehreren Räumen geführt hat. Aber alle Nachforschungen blieben bislang erfolglos.

Das Scannen des Bodens habe ergeben, dass auf der Sohle Wasser liege, berichtet Müller. Aber als im Sanitärraum für die Männer ein Loch gebohrt worden sei, habe man dort nur leichte Feuchtigkeit feststellen können. In der Herren-Umkleide wurde eine Wand an zwei Stellen aufgeklopft – „das hat mir in der Seele wehgetan“, sagt Müller. In freigelegten V-Profilen sind schon angerostete Schrauben zu erkennen. „Es sollte hier eine Probe gezogen werden, um zu identifizieren, ob wir es mit Abwasser, Frisch- oder Regenwasser zu tun haben. Aber die Menge reichte nicht aus“, schildert der Gemeindewehrführer.

Mit einer Endoskopkamera seien die Rohre abgefahren worden – keine Schäden erkennbar. Verheerendes wurde allerdings in einer aufgestemmten Wand im Versammlungsraum bemerkt: Ein Balken, auf dem eine tragende Wand ruht, hat einen Feuchtigkeitsgehalt von 24,2 Prozent. „Zulässig sind höchstens zwölf Prozent. Der ist so vollgesogen, dass er nicht mal mehr quellen kann“, sagt Rolf Müller. Rund um die Terrasse vor diesem Raum sind mehrere Löcher gegraben worden, um den Grundwasserspiegel zu ermitteln. „Da hatten die Sachverständigen noch größere Fragezeichen in den Augen“, sagt Müller. Denn der höher liegende Acker ist trockener als das Feuerwehrgelände. Ergo: „Das Wasser kommt von der Hausseite“, sagt er und ist ratlos.

ben

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