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Ostholstein Geschäftsleute beklagen Zustand der Promenade und des Strands
Lokales Ostholstein Geschäftsleute beklagen Zustand der Promenade und des Strands
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22:21 29.10.2013
Vorsitzender Heinz Meyer (l.), Bürgermeisterin Hatice Kara und Tourismuschef Joachim Nitz informierten die Gäste der Jahresversammlung über die touristische Entwicklung der Gemeinde. Quelle: Arms
Timmendorfer Strand

Mit einem Gastredner aus Kiel zum Thema Sonntagsöffnungszeiten und Tourismuspolitik hatte die Timmendorfer Aktivgruppe für Handel und Gewerbe auch in diesem Jahr kein Glück. Sturmtief „Christian“ verhinderte am Montag, dass Dr. Andreas Tietze, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, zur Jahresversammlung kommen konnte. Im Vorjahr hatte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) aus Termingründen abgesagt.

Die geänderte Bäderregelung, die den Bäderorten ab 2014 weniger Sonntagsöffnungszeiten zugesteht, ist nach wie vor zentrales Thema der Gewerbetreibenden. „Es gibt mit der neuen Bäderregelung nur Verlierer, und wir werden im nächsten Jahr sehen, welche Auswirkungen das hat“, so der Vorsitzende der Aktivgruppe, Heinz Meyer. Die Zahlen, die inzwischen aus Mecklenburg-Vorpommern bekannt seien, stimmten ihn nicht optimistisch. „Es gibt erheblichen Handlungs- und Gesprächsbedarf“, fasste Meyer die Problematik zusammen.

Große Hoffnungen setzt Meyer in Tourismuschef Joachim Nitz: „Auf deinen Schultern liegen sehr viele Erwartungen“, sagte er in dessen Richtung und versprach ihm Unterstützung, wo immer diese notwendig sei. An die anwesenden Vertreter der politischen Parteien appellierte er gleichzeitig, „sich ebenfalls gemeinsam den Aufgaben im touristischen Wettbewerb für die nächste Generation zu stellen“.Nitz erläuterte dazu Konzepte und Kampagnen, um das gegenwärtige Niveau von Timmendorfer Strand zu halten und weiter auszubauen.

Bürgermeisterin Hatice Kara (SPD) hatte zuvor sehr ausführlich über laufende und geplante Projekte gesprochen. Im Anschluss an den Vortrag der Bürgermeisterin bemängelte der Aktivgruppen-Vorsitzende erneut den Zustand der Promenade zwischen der Ortsgrenze zu Scharbeutz und der Curschmann-Klinik, den er bereits in den Jahren zuvor als „Tal der Tränen“ bezeichnet hatte. Hinzugekommen sei nun auch noch der Strand, den man zwar wohlwollend als Naturstrand bezeichnen könne, der jedoch keine Attraktion für die Gäste, sondern eher ein Ärgernis sei. „Der Gast möchte feinen Sandstrand haben“, sagte Heinz Meyer und forderte die Verwaltungschefin auf, in diesen beiden Punkten kurzfristig Abhilfe zu schaffen.

Hatice Kara wies darauf hin, dass dieses Problem schon vor ihrer Amtszeit immer wieder Thema gewesen sei. „Ad hoc-Entscheidungen unterstütze ich jedoch nicht“, stellte sie klar. Das was man tue, sollte Hand und Fuß haben, und außerdem seien in beiden Fällen Maßnahmen in Vorbereitung.Der kleine Schlagabtausch zwischen Bürgermeisterin und Aktivgruppen-Chef machte deutlich, wie wichtig die zu Beginn von Heinz Meyer beschworene Gemeinsamkeit zur Lösung der Probleme ist, und beide Parteien signalisierten, dass sie sich diesem Weg nicht verschließen wollen.

„Der Gast möchte feinen Sandstrand haben.“
Heinz Meyer
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