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Ostholstein Geschichte zum Anfassen und Staunen
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20:46 05.01.2018
Die Heilige Familie wacht über das Christkind in der Krippe. Die Figuren sind mehr als 50 Jahre alt.
Gronenberg

Helmut Adamczak (79) aus Gronenberg benötigte vier Tage, um pünktlich zur Weihnachtszeit und zur heutigen Feier der Göttlichkeit Jesus die etwa fünf Meter lange Landschaft mit Figuren im Wohnzimmer aufzubauen. Dargestellt ist die Geschichte der drei Weisen aus dem Morgenland, die dem Stern zu dem Stall folgten, in dem Jesus geboren wurde. Sie waren die ersten Heiden, die Jesus als Gottes Sohn erkannten, indem sie vor ihm niederknieten und ihm Geschenke überreichten. Bewundert wird die Kulisse heute von den Sternsingern, die am Dreikönigstag auch bei ihm vorbeikommen, singen und den Segen sprechen. „Sie gucken meist erstmal, bevor sie anfangen zu singen“, erzählt der Rentner.

Melchior geht voran, Balthasar und Kaspar folgen ihm. Die Heiligen Drei Könige sehen ihr Ziel schon vor sich: das Christkind in der Krippe. Neben Jesus wacht die Heilige Familie, vor der Hütte stehen Hirten, ein Bettler sitzt auf den Stufen. Die Szene erinnert an den heutigen Dreikönigstag.

Seit seiner Studentenzeit sammelt er Holzschnitzereien. „Über die Jahre ist schon ’was zusammen gekommen“, erzählt der gebürtige Düsseldorfer. 1966 schaffte er sich die ersten Figuren an – Maria, Josef und das Christkind. Handgeschnitzt aus Oberammergau. In den 70er Jahren kamen die Heiligen Drei Könige dazu – ebenfalls gefertigt vom Familienbetrieb aus Bayern. Auch als der Katholik bereits mit seiner Familie berufsbedingt in das evangelisch geprägte Schleswig-Holstein zog, brach die Sammelleidenschaft nicht ab. In den 90er Jahren schaffte er sich Hirten und Schafe an. Und seit seinem Urlaub in Namibia 2017 gehört ein afrikanischer Elefant zum Ensemble – natürlich geschnitzt in Bayern. Der 79-Jährige hat jedoch auch selbst Hand angelegt, baute die Ställe und Zäune selbst. Dieses Jahr möchte er die Treppe zum Stall fliesen. „Es geht immer weiter“, sagt er. Nur noch zwei Figuren fehlen, dann kommt seine Szene sogar dem Aufbau im Kloster Ettal (Oberbayern) nah.

An Mariä Lichtmess, 2. Februar, packt Adamczak seine Krippe wieder ein. Bis zum nächsten Weihnachtsfest.

Von Beke Zill

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