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Ostholstein Geschichtshäppchen aus Eutin und dem Schloss
Lokales Ostholstein Geschichtshäppchen aus Eutin und dem Schloss
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23:12 30.03.2016
Der Vorstand vom Freundeskreis: Vorsitzende Monika Obieray (2.v.l.) mit Detlef Küfe (v.l.), Ute Würfel und Georg Schiro. Quelle: Benthien
Eutin

Als Historikerin gehe ihr das Herz auf, bekennt Monika Obieray. Die neue Vorsitzende des Freundeskreises Schloss Eutin schwärmt vom Antependium: Das wertvolle Altartuch aus dem 17. Jahrhundert soll mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins aufgefrischt und restauriert werden und an seinem neuen, noch zu bestimmenden Platz im Schloss eine Klimavitrine erhalten. Seit seiner Gründung 2002 unterstützt der Freundeskreis die Stiftung Schloss Eutin jährlich mit erheblichen Mitteln. Seiner Aufgabe, das Schloss und die Öffentlichkeit einander näher zu bringen, kommt der Förderverein mit einem größtenteils geschichtlich orientierten Programm nach. Der Vorstand hat es gestern vorgestellt.

Ihm gehören nach wie vor Ute Würfel (stellvertretende Vorsitzende), Detlef Küfe (Schatzmeister) und Georg Schiro (Schriftführer) an. Monika Obieray wurde auf der Mitgliederversammlung als Nachfolgerin von Wolfdieter Schiecke gewählt, der nicht wieder kandidierte. „Ich freue mich wirklich sehr, und es ist mir eine Ehre, einen der größten kulturellen Vereine in Eutin zu führen“, so Obieray. 304 Mitglieder sind es zurzeit. Aus ihren Beiträgen — ergänzt durch Unterstützung der Sparkasse Holstein und ihren Stiftungen sowie gelegentlich Spenden und Nachlässen — werden die Ausgaben für restaurierungsbedürftige Objekte bestritten.

Das Programm 2016 hat noch der alte Vorstand konzipiert. Während Exkursionen nach Oldenburg und Rastede sowie Schloss Ludwigslust den Freundeskreis-Mitgliedern vorbehalten sind, richten sich folgende Vorträge an alle Interessierten: Dr. Detlev Kraack aus Plön spricht am 18. Mai über „Wohlgeordnete Nachtwachen, eine vorbildliche Armenanstalt und eine skurrile Tischgesellschaft“. Er stützt sich auf den Reisebericht des Flensburger Kaufmanns Jacob Petersen aus dem Jahr 1809, der in Eutin Station machte. Der Heimatforscher Klaus Petzold hält am 13. Juli einen Vortrag über „Flüchtlinge im Schloss“. „Vor etlichen Jahren hat ein Leistungskurs Geschichte der Weber-Schule dazu mal eine Ausstellung gemacht“, weiß Monika Obieray zu berichten. Beide Abende beginnen um 19.30 Uhr im Rittersaal. Zusammen mit den Freunden der Landesbibliothek lädt der Freundeskreis am 16. November (19.30 Uhr, Seminarraum der Landesbibliothek) zu einem Abend mit Günter Meyer aus Malente ein. Sein Vortrag beleuchtet „Das Bistum Lübeck von 1160-1803 mit der Residenz Eutin“.

Nicht mehr wegzudenken ist die alljährliche Veranstaltung „Schloss Eutin im Kerzenschein“ (30. Oktober, ab 18 Uhr), die die Stiftung Schloss Eutin und der Freundeskreis gemeinsam ausrichten und die von den „Freunden“ sowie Hausmeister Woldemar Hartmann beim Entzünden hunderter Kerzen eine logistische Meisterleistung verlangt.

Voller Erwartung blickt der Freundeskreis auch auf die Landesgartenschau, wegen deren umfangreichem Programm in diesem Jahr auf eigene Konzerte verzichtet wurde. Den lebenden Zaun im Küchengarten haben Mitglieder des Freundeskreises 2010 gepflanzt, sie sorgen auch für zweimaligen Schnitt im Jahr. Sollten im Lauf der LGS Bäume im revitalisierten Küchengarten eingehen, hält der Förderverein zur Nachpflanzung im Herbst 2000 Euro bereit. ben

LN

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