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Ostholstein Gestrichen und gekürzt: Neues Raumbuch steht
Lokales Ostholstein Gestrichen und gekürzt: Neues Raumbuch steht
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21:47 08.03.2018
„Ich habe keine Lust auf eine Diskussion in großer Runde.“ Mathias Lippisch SPD
Eutin

Durchsetzen konnte sie sich damit nicht, ein dementsprechender Antrag wurde mit den Stimmen der anderen Fraktionen letztlich abgelehnt. Allerdings gab es zum Thema erneut eine lebhafte Diskussion, während der auch Matthias Rachfahl (CDU) bemerkte: „Ich sehe keine Not, ein Raumbuch zu verabschieden, wenn wir noch gar nicht wissen, wo gebaut werden soll.“ Nachdem die Planung für den Standort Festplatz ausgesetzt worden ist, führe die Verwaltung Gespräche mit in Frage kommenden Grundstücksbesitzern, sagte Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos) auf LN-Anfrage. Auch die Feuerwehr selbst soll auf der Suche nach passenden Flächen sein.

Den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Eutin erstarrten die Gesichtszüge. Trotz weniger Änderungen am Raumbuch für ein neues Feuerwehrhaus drohte der Beschluss darüber verschoben zu werden. Die SPD verlangte im Bau- und Feuerwehrausschuss vehement nach einem Arbeitskreis.

Kein Raum für Schlauchpflege

Unterm Strich der am Mittwochabend von Julia Lunau (Fachdienstleiterin Bürgerservice) vorgetragenen Veränderungsliste stehen 114 Quadratmeter Fläche weniger. Einen 60-Quadratmeter-Raum zur Schlauchpflege benötige sie nicht, so die Feuerwehr, da die Schläuche beim Kreisfeuerwehrverband in Lensahn gereinigt würden. Verzichtet werden kann ebenso auf eine mobile Trennwand, da der Schulungsraum etwas kleiner ausfallen soll. Optional sind ein Sportraum, ein Übungsturm und ein Übungshof sowie Wohnungen. Gestrichen sind 52 Stellplätze. Es wird auch von 20 Mitgliedern weniger ausgegangen (wirkt sich beispielsweise auf Sanitäranlagen und Umkleiden aus), da für den Festplatz auch immer eine Gemeindewehr mit im Raum gestanden hatte.

Geplant wird das Feuerwehrgerätehaus jetzt ausschließlich für den Bedarf der Ortswehr Eutin. Die für das Raumbuch zugrunde gelegte Größe von 100 Einsatzkräften (plus 30 Jugendliche) führte im Ausschuss zu Erstaunen. „Wir sind derzeit 70 aktive Mitglieder, sollten allerdings laut Erlass 89 sein. Und wir setzen auf die Zukunft und gehen davon aus, dass wir nochmal wachsen“, erläuterte der stellvertretende Gemeindewehrführer Marco Wriedt. Wie für den Standort Festplatz vorgesehen, werden weiterhin 14 Stellplätze veranschlagt. Auch das führte im Gremium zu Nachfragen. Die Erklärung: Die Feuerwehr Eutin hat 14 Fahrzeuge, mit denen sie laut Bedarfsplan in der Lage wäre, den Gesamtbereich Eutin abzudecken.

Die SPD-Vertreter im Ausschuss beharrten auf ihrer Forderung nach einem neuen Arbeitskreis zum Raumbuch und mussten sich sowohl von Matthias Rachfahl als auch vom Bürgermeister anhören, dass ihr Fraktionsvorsitzender einen solchen als nicht notwendig erachtet habe. Daraufhin grummelte Mathias Lippisch (SPD): „Ich habe keine Lust auf eine Diskussion in großer Runde.“ Der Konter aus der Feuerwehr kam prompt: „Ich habe auch keine Lust mehr nach zehn Jahren Warterei“, so Marco Wriedt.

„Für die Grundstückssuche ist es nicht unerheblich, wie groß das Gebäude werden soll. Und wir wollen doch vorankommen. Daher macht es Sinn, das Raumbuch heute oder in Kürze zu verabschieden“, warb Carsten Behnk und lobte, dass die Feuerwehr sehr selbstkritisch gewesen sei und ’rausgestrichen habe, was sie nicht brauche.

Neue Gebührensatzung für die Wehren

Seit 1997 hat die Stadt eine Gebührensatzung für Dienstleistungen ihrer drei Ortswehren. Sie gilt bis Dezember 2018 und soll dann von einer überarbeiteten abgelöst werden. Ein Kommunalberatungsunternehmen hat dazu Fahrtenbücher aller Fahrzeuge und Buchungsvorgänge aus den Jahren 2015/2016 ausgewertet und neue Kalkulationen erstellt. Einsätze bei Bränden, zur Lebensrettung und Hilfeleistungen sind zwar unentgeltlich. Wenn ein Einsatz aber grob fahrlässig verursacht wird, kann die Stadt denjenigen zur Kasse bitten.

Von Ulrike Benthien

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