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Ostholstein Gesundheitscampus: Initiatoren werben um Unterstützung
Lokales Ostholstein Gesundheitscampus: Initiatoren werben um Unterstützung
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20:12 08.07.2016
So soll der Gesundheitscampus in Eutin nach den Plänen von Thomas Hüstreich aussehen. Quelle: Hüstreich

Er hat die Macher-Natur, die Kontakte und das Gelände – ein Selbstläufer ist Thomas Hüstreichs Vorhaben, in der Eutiner Ohmstraße einen Campus für Weiterbildung, Therapie und generationenübergreifendes Wohnen aufzubauen, dennoch keineswegs. Aber der Betreiber des Sport- und Therapiezentrums A-K-tiv glaubt an das Projekt, das auf drei Hektar 51 Arbeitsplätze nach Eutin bringen soll. Bevor die Arbeiten beginnen können, muss durch die Politik die Fläche rund um das A-K-tiv von einer Gewerbe- zu einer Mischfläche umgewidmet werden. Das Thema steht für die Septembersitzung des Eutiner Stadtentwicklungsausschusses auf der Tagesordnung. Dann wird Hüstreich Gelegenheit haben, sein Vorhaben ausführlich darzustellen.

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30 Millionen Euro sollen fließen, 51 Arbeitsplätze entstehen – Für das geplante Projekt an der Eutiner Ohmstraße ist eine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich.

Die Planungen sehen vor, in einem ersten Schritt fünf Gebäude mit jeweils zehn Wohneinheiten mit barrierefreiem Erdgeschoss, barrierearmem ersten Geschoss und Penthouse im Staffelgeschoss entstehen zu lassen. Hier will Hüstreich das Konzept von einem aktiven und nach Bedarf unterstütztem Leben („active and assisted living programme“) für Senioren verwirklichen. Dazu gehören gezielte Fitness-, Wellness- und Gesundheitsangebote. Auch studentisches Wohnen ist anvisiert. Insgesamt 30 Millionen Euro sollen dafür nach Eutin fließen, Investoren seien bereits gefunden, so Hüstreich. Zu diesbezüglichen Zweifeln sagt er: „Ich habe bereits viel in Präsentationen und Vorplanungen investiert, das würde ich nicht machen, wenn da nichts hinter stünde.“

Der Gesundheitscampus ist auch als Weiterbildungs-Dependance zum Gesundheitscampus in Neumünster gedacht, der als Ausbildungsstandort für eine Kooperation zwischen Dänemark und Deutschland fungieren soll. „Bisher gibt es zwischen beiden Ländern keine gegenseitige Anerkennung der Berufsabschlüsse im Gesundheitsbereich. Der Fachkräftemangel wie auch die älter werdende Gesellschaft sind aber auch in Dänemark ein Thema“, erklärt Uwe Döring, der als ehemaliger Europa-, Justiz und Arbeitsminister hier die Chance sieht, nach seiner politischen Laufbahn „noch etwas Sinnvolles zu tun“. Ein modular strukturiertes Ausbildungssystem soll grenzübergreifend nach einer Grundqualifizierung Spezialisierung ermöglichen und die Durchlässigkeit zu den akademischen Abschlüssen Bachelor und Master gewährleisten. Der entsprechende Kooperationsvertrag mit den dänischen Partnern ist unterschrieben.

„Das soll ein Interreg-Projekt werden, die Anträge werden derzeit formuliert“, berichtet Döring. Allerdings gibt es in Neumünster, wo ebenfalls 30 Millionen Euro investiert werden sollen, nach ersten positiven Signalen nun Verzögerungen. „Der Gesundheitscampus Eutin funktioniert aber gegebenenfalls auch unabhängig von Neumünster“, betonen Hüstreich und Döring.

Die Resonanz aus Eutin sei bislang gut, Nachbarn zeigten sich einverstanden. Lediglich die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (EGOH), die das Gewerbegebiet, in dem auch das A-K-tiv liegt, bis 2050 in Richtung Bundesstraße weiterentwickeln will, meldet Bedenken an (wir berichteten). Thomas Hüstreich setzt indes auf den Standort und hofft auf das Wohlwollen der Gremien: „Ich habe hier mit dem A-K-Tiv schon eine Firma, da bin ich auf die Unterstützung der Politik angewiesen.“

Astrid Jabs

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