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Ostholstein Gesundheitshof und Wohngebiet: Groß-Investitionen auf Fehmarn
Lokales Ostholstein Gesundheitshof und Wohngebiet: Groß-Investitionen auf Fehmarn
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20:25 01.11.2013
Mittwoch ist auf Hof Bellevue Richtfest: Architekt Rüdiger Noller und Investor Cornelius Ebel (r.) planen einen „Gesundheitshof“. Quelle: Schwennsen

Drei Top-Grundstücke, ein Bauherr: Investor Cornelius Ebel (Peine), zu dessen Unternehmen zahlreiche Obi-Baumärkte und andere Betriebe mit weit über 1000 Mitarbeitern gehören, setzt auf Fehmarn Zeichen. Hof Bellevue im Inselwesten soll zum „Gesundheitshof“ werden. Auf dem Areal der ehemaligen Burger Realschule und des früheren Krankenhauses sollen in lukrativer Lage Stadthäuser entstehen. Geplant wird alles durch das Dänschendorfer Architektenbüro von Rüdiger Noller.

Insgesamt hat der 60-jährige Ebel nach eigenen Angaben bislang schon 16,5 Millionen Euro auf der Insel investiert — darunter neun Millionen für zwei bereits erfolgreich laufende touristisch-gastronomische Projekte in Katharinenhof im Inselosten: der „Waldpavillon“ und die Ferienhofanlage am historischen Museumshof. Es könnten sogar 20 Millionen Euro und mehr werden, wenn er auf Fehmarn seine Pläne vollständig verwirklicht.

Doch Ebel fühlt sich von Teilen der Verwaltung und Politik immer wieder ausgebremst — zum Bedauern von Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt (parteilos). Im Streit um Geschosshöhen, Abholzung von Bäumen oder B-Plan-Änderungen gab es wiederholt die „rote Karte“. Vorhaben wurden kurzfristig von der Tagesordnung abgesetzt. Doch der für manche unbequeme Unternehmer schwieg — und baute weiter. Im LN-Gespräch erläutert Ebel jetzt erstmals öffentlich, was er auf Fehmarn vorhat.

Erstens: Schon kommende Woche ist Richtfest auf Hof Bellevue. Nach heftiger gerichtlicher Auseinandersetzung mit dem vormaligen Eigentümer Dr. Peter Liffler, dessen Fachklinik Ebel ersteigert hat, gewinnt der „Gesundheitshof“, auf dem die Gäste Körper und Seele pflegen können, allmählich Konturen. Vom Schwamm befallene Altbauten wurden abgerissen, kranke Bäume gefällt. Geplant ist eine therapeutische Präventionseinrichtung im Vier-Sterne-Segment mit rund 40 Einheiten, davon 27 Zimmer für bis zu 80 Betten. Das ist die „kleine Lösung“, die der alte B-Plan hergibt. Bis zu 4,5 Millionen Euro will Ebel, der ab Spätsommer 2014 einen Probelauf anpeilt, investieren. Sollte er doch noch die „große Lösung“ für ein Therapiezentrum mit bis zu 35 Einheiten durchsetzen, kämen Investitionen von rund sechs Millionen Euro dazu.

Zweitens: Wo einst Realschule und Klinik standen, entsteht ein Wohngebiet in Top-Lage an der neuen Bürgermeister-Feilke-Straße. Von 18 Geschosswohnungen, verteilt auf zwei Gebäude, und 14 Grundstücken für Stadthäuser sind die meisten verkauft oder reserviert — mit Vorrang für Fehmaraner. „Keine Ferienwohnungen“, so Noller. Dabei wurde das Bauschild erst jetzt aufgestellt. Offen ist nur noch die von der Stadt für Reihenhäuser vorgesehene Fläche. Hier sieht Ebel keinen Bedarf.

Drittens: Unter Denkmalschutz steht der Realschul-Altbau. Das Dach wurde saniert, Heizung und Elektroinstallation sind neu. Das Gebäude ließe sich laut Ebel als Tagungszentrum nutzen. Denkbar wäre aber auch, Teile seiner Verwaltung hierher als neuen Firmensitz zu verlagern. Denn es drängt Ebel in Richtung Norden. Schließlich stand sein Elternhaus in Petersdorf.

„In Petersdorf stand mein Elternhaus. Ich habe oft auf dem Teichgut Wallnau gespielt.“
Cornelius Ebel

Gerd-J. Schwennsen

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