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Ostholstein Gewerbepark ist das Erfolgsmodell in Ostholstein
Lokales Ostholstein Gewerbepark ist das Erfolgsmodell in Ostholstein
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08:35 07.01.2016

 Der Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (Egoh) bezeichnet die 9,6 Hektar große Fläche an der Autobahnabfahrt Neustadt-Mitte als „erfolgreichstes Gewerbegebiet der letzten 30 Jahre in Ostholstein. Er räumt aber auch ein, dass die Veräußerung aller Grundstücke nicht innerhalb von sieben bis acht Jahren gelungen sei. Gerade die Startphase verlief schleppend.

Am 23. Juni 2004 wurde das interkommunale Gewerbegebiet eröffnet. Elfeinhalb Jahre später gibt Egoh-Projektmanager Dirk Bremken im Gespräch mit den LN Details über Neuansiedlungen bekannt.

Mehrere Verträge stünden kurz vor dem Abschluss. Mitte 2016 würden auch alle anderen noch freien Flächen verkauft sein. Unter anderem plane ein Unternehmen aus dem Bereich der Softwareentwicklung auf 3929 Quadratmetern einen Neubau. Rund 100 Arbeitsplätze würden laut Bremken entstehen. Wobei er einschränkt, dass die Ostholsteiner Firma sich vergrößere und nicht jede Stelle neu sei. Darüber hinaus soll sich ein Betrieb für Dämmtechnik ansiedeln. 25 Jobs auf 4573 Quadratmeter lauten die Zahlen dazu. Hinzu kommen ein Catering-Service sowie eine Tauchschule mit je zehn Arbeitsplätzen.

„Die Neuen eingerechnet, werden wir dann rund 700 Arbeitsplätze im Gewerbepark haben“, so Claus-Peter Matthiensen. Für die Region Neustadt ist eine steigende Branchenvielfalt von besonderer Bedeutung, da sich ein Großteil der Jobs auf die Bereiche Tourismus, Gastronomie und Gesundheit verteilt.

Hinzu kommt, dass die Zahl der Arbeitslosen seit Jahren rückläufig ist. Ein kleiner Faktor hierfür dürfte auch der Gewerbepark sein. Lag die Arbeitslosenquote im November 2004 noch bei 12,9 Prozent, waren es im vergangenen Jahr nur noch 6,2 Prozent.

Damit die Erfolgsgeschichte weitergehen kann, wird seit Jahren über eine Erweiterung des interkommunalen Gewerbeparks, der Neustadt und Sierksdorf gehört, diskutiert. Matthiensen erläutert, dass die Pläne bereits in der Schublade liegen würden, sie aber immer noch nicht umgesetzt werden könnten. „Wirtschaftliche Gesichtspunkte verhindern den Verkauf. Wir werden uns noch zwei bis drei Jahre gedulden müssen“, betont er. Angedacht ist, eine rund zehn Hektar große Fläche auf der anderen Seite der Bundesstraße zu erwerben. Aktuell wird diese landwirtschaftlich genutzt.

Für Sierksdorfs Bürgermeister Volker Weidemann (CDU) ist die Suche nach Gewerbeflächen von hoher Bedeutung. „Es ist notwendig, weitere Unternehmen anzusiedeln. Das geht in interkommunaler Zusammenarbeit. Wir wollen jungen Menschen eine Perspektive bieten“, betont er. Hinzu komme, dass die Gemeinde Menschen für die Infrastruktur benötige. „Denn nur wer hier wohnt und arbeitet, engagiert sich ehrenamtlich“, sagt Weidemann.

Die Erschließung

2,8 Millionen Euro kostete die Erschließung des Gewerbeparks Neustädter Bucht.
Der Grunderwerb kostete 1,363 Millionen Euro. Zudem wurden 489101 Euro für Bauleitplanung und Ablösebetrag an die Stadtwerke fällig.
36,50 Euro pro erschlossenem Quadratmeter müssen gezahlt werden.

Sebastian Rosenkötter

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