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Ostholstein Gewerbesteuer sprudelt: Geldsegen für Bosau
Lokales Ostholstein Gewerbesteuer sprudelt: Geldsegen für Bosau
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21:27 28.10.2017
Da bringt das Rechnen Spaß: Dank der Mehreinnahmen kann Bosaus Bürgermeister den Fehlbetrag im Verwaltungshaushalt ausgleichen. Quelle: Foto: Schneider
Bosau

„Wir können 2017 deutliche Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer in Höhe von 662800 Euro verbuchen“, sagt Bürgermeister Mario Schmidt (parteilos), der sich natürlich sehr erfreut über die positive finanzielle Veränderung im aktuellen Nachtragshaushalt zeigt. So könnte der Fehlbetrag im Verwaltungshaushalt, der sich seit dem Jahr 2012 auf 361100 Euro summiert habe, nun auf einen Schlag ausgeglichen werden, rechnet Schmidt vor. „Und für 2018 steht dann noch eine Finanzausgleichsrücklage von 305800 Euro zur Verfügung.“

Einen Grund für den gar nicht so überraschenden Geldsegen sieht der Bürgermeister in der Tatsache, dass die Gemeinde Bosau mit landesweit vergleichsweise niedrigen Steuersätzen ein attraktives Umfeld für die Ansiedlung von Unternehmen biete.

Um diesen Standortvorteil zu halten und vielleicht sogar ein Stück weit auszubauen, regt Schmidt an, in Hutzfeld zwischen Edeka-Markt und Kreuzung ein neues Gewerbegebiet zu erschließen.

Entsprechende Gespräche mit Kreis- und Landesplanung, inwieweit ein solches Vorhaben umsetzbar sei, würden derzeit vorbereitet.

Trotz sprudelnder Quellen plädiert der Bürgermeister auch weiterhin für eine vorsichtige Finanzpolitik. In den Beratungen stehe weiterhin jede Position auf dem Prüfstand, jede Ausgabe werde kritisch beleuchtet. Die vergangenen Jahre haben die Gemeinde geprägt. Seit zehn Jahren streichen die Kommunalpolitiker, wo immer sie können, um ihren Haushalt in den schwarzen Zahlen zu halten.

Als derzeit größte Investition stünde der Straßenbau auf dem Programm. „Wir planen 100000 Euro für die Schwarzdeckensanierung der Gemeindestraßen in den Haushalt einzustellen, um die größten Schäden in einem Zug abarbeiten zu können“, kündigt Schmidt an. Noch nicht genau beziffern ließen sich etwaige Kosten für notwendige Investitionen in die beiden Schulen, da hier noch Anträge abgewartet werden müssten. Relativ günstig sehe es im Bereich der acht Ortswehren aus, da das Feuerwehrbeschaffungskonzept für 2018 keine größeren Posten vorsehe.

 Von Dirk Schneider

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