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Ostholstein Warnung vor Blutalgen im Ukleisee
Lokales Ostholstein Warnung vor Blutalgen im Ukleisee
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16:25 19.12.2018
Hundebesitzer sollen ihre Tiere am Ukleisee anleinen. Wie im vergangenen Winter färben giftige Algen das Gewässer lila. Quelle: FOTO: Susanne Peyronnet
Eutin

Hundebesitzer aufgepasst: Der Kreis Ostholstein warnt vor Burgunderblutalgen im Ukleisee. Wie bereits im vergangenen Winter sind beim Kreis erneut Hinweise auf die Algen eingegangen. „Aufgrund einer Lilafärbung des Wassers besteht erneut der Verdacht einer solchen Algenblüte im Ukleisee“, teilte Sprecherin Carina Leonhardt. Deshalb hat der Kreis vorsorglich eine Warnung herausgegeben.

Ein Warnschild informierte im vergangenen Winter über die Blutalgen. Quelle: Susanne Peyronnet

Nach Angaben des Fachdienstes Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit des Kreises Ostholstein handelt es sich bei den Burgunderblutalgen um natürlich vorkommende Cyanobakterien, die in der kalten Jahreszeit aus tieferen Wasserschichten aufsteigen. Diese bilden Giftstoffe, die vor allem für Hinde gefährlich sind, wenn sie das Wasser trinken. „Die Symptome reichen von Durchfall und Erbrechen bis zu Schädigungen der Leber“, teilte Leonhardt mit. „Sofern eines dieser Symptome auftritt, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.“

Das Auftreten der Burgunderblutalgen ist in der Vergangenheit im Ukleisee häufiger beobachtet worden. Anfang des Jahres hatte die Umweltbehörde des Kreises zunächst geprüft, ob die Verfärbung nicht von einem Fremdeintrag, zum Beispiel ausgelaufener Farbe, herrühre. Doch das konnte ausgeschlossen werden. Wegen der späten Warnung hatte es Kritik gegeben.

„Um eine Gefährdung für Hunde im Voraus zu vermeiden, sollten diese in Uferbereichen angeleint werden“, sagt Amtstierarzt Dr. Wolf Vogelreuter. „Dieses gilt zumindest im Winter generell, weil ein Auftreten von Burgunderblutalgen – auch in anderen Gewässern – weder vorhergesagt noch ausgeschlossen werden kann.“ Hier müsse an die Eigenverantwortung der Hundehalter appelliert werden. Auf Fehmarn hatte ein Tierarzt im Sommer 2017 vier vermutlich durch Algengift verendete Hunde gemeldet.

juk

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