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Ostholstein „Give me five“: Fans zelebrieren begeistert das Eutiner Bluesfest
Lokales Ostholstein „Give me five“: Fans zelebrieren begeistert das Eutiner Bluesfest
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22:12 15.05.2016
„Wir treffen uns hier jedes Jahr“, sagten Beate Giltzau und Schulle und geben sich vor der Bühne „Five“. Quelle: Fotos: Peyronnet (3)/petersen (2)

Das Erfolgsrezept ist ganz einfach. „Gut gemachte und mit Seele gespielte Musik funktioniert immer“, sagt Helge Nickel. Der Blues sei dafür prädestiniert. Der Organisator und Vater des Eutiner Bluesfestes scheint richtig zu liegen. Der Eutiner Marktplatz war gestern gut besucht, aber nicht übermäßig. Es wurde geschwoft, getanzt, gewippt, gefeiert und nach Zugaben gerufen. Das Wetter war nicht mehr ganz so schön wie am Freitag. Vielleicht haben die Regenprognosen den einen oder anderen Blues-Fan abgehalten.

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Auch im 27. Jahr zieht das beliebte Festivals Fans aus ganz Norddeutschland an.

Nickel führt noch einen anderen Grund an. „Wir haben einen riesengroßes Parkplatzproblem. Ich befüchte, dass uns das Publikum kostet“, sagt er mit Hinweis auf die Landesgartenschau und bedauert, dass es keinen Shuttle-Service zum Großparkplatz bis zum Ende der Blues-Konzerte gibt.

Tatsächlich lockt das weltweit größte kostenfreie Blues-Spektakel Besucher aus ganz Norddeutschland an. „Eutin ist immer schön“, schwärmt Schulle – mehr will er über seinen Namen nicht sagen – aus Kiel. Vor der Bühne hat er Beate Giltzau, ebenfalls aus Kiel, getroffen. „Wir kommen wegen der Musik, man trifft hier viele Freunde und Bekannte“, sagt sie.

Arthur Teravest ist Niederländer und lebt in Flensburg. Er ist das erste Mal dabei und angetan. „Sehr gemütlich, sehr freundlich, und gut einheizt wird auch“, lobt er. Großzügig steckt er Geld in die Spendendose und kauft zwei Festival-T-Shirts. T-Shirts, CDs und LPs sind der Renner im Merchandising-Shop. „Die Shirts laufen gut, es sind Sammlerstücke“, erklärt Cornelia Bendel. Sie kommt aus Dresden und packt beim Festival mit an. „Weil ich Blues liebe“, erklärt sie kurz und knapp. Lachend ergänzt ihre Eutiner Kollegin Michaela Weier: „Wenn man zwölf Stunden hier steht, muss es Spaß machen.“

Brigitte und Roland Heller aus Bremen haben sich für drei Tage im Hotel einquartiert. „Die Auswahl der Bands ist hervorragend. Es sind Bands, die man in Deutschland nur selten zu hören bekommt“, schwärmt das Ehepaar. Die beiden wollen keinen Auftritt versäumen und heute auch zur Landesgartenschau – weil es dort zwischen den Blumen ebenfalls Blues gibt. Und die Gartenschau selbst? „Dafür wären wir nicht nach Eutin gefahren“, stellt das Ehepaar klar.

Auch im 27. Jahr hat das Festival nichts an Anziehungskraft verloren. „Eine Veranstaltung, die sich nicht weiterentwickelt und dem Zeitgeist anpasst, verschwindet oder wird zur Nischenkultur“, sagt Nickel. In der Regel dominierten auf Festivals die 55- bis 65-Jährigen. In Eutin liege das Durchschnittsalter bei 40 bis 45 Jahren, schätzt Nickel. „Jedes Jahr kommen mehr junge Leute hierher.“pet

Das Programm

Heute: 11.30 Uhr Tito Lausteen Quartett (Café Klausberger), 13 Uhr Big Mama Montse, 15.30 Uhr Tito Lausteen Quartett, 18 Uhr 4some Blues, 21 Uhr Joey Gilmore & Band, 23.30 Nightsession im Brauhaus

Morgen: 11 Uhr Juwana Jenkins & Her All Star Mojo Band (LGS), 14 Uhr Lisa Lystam Family Band, 16.15 Monkey Junk, 18.30 Jason Ricci & The Bad Kind, 20.15 Hosted Session

LN

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