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Ostholstein Glänzende Verbindung zwischen Stadt und Kirche
Lokales Ostholstein Glänzende Verbindung zwischen Stadt und Kirche
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23:12 17.05.2016
Die Gemeinde wartet auf den Einzug: die feierliche Öffnung des neuen Südportals an St. Michaelis. Quelle: Fotos: A. Jabs

Zu einem „Jahrhundertereignis“ begrüßte Pastor Philipp Bonse am Pfingstsonntag die Gemeinde in St. Michaelis in Eutin – und diese Einordnung war keinesfalls einem Überschwang der Gefühle geschuldet, sondern der Bedeutung des Anlasses angemessen. Denn ein neues Kirchenportal wird nicht alle Tage eingeweiht und mit Öffnung der bronzenen, glänzenden Flügeltüren ist auch eine Achse in Richtung Stadt geschaffen worden.

Pfingstsonntag war Premiere für das neue Südportal der Eutiner Michaeliskirche.

„Willkommen zu diesem Jahrhundertereignis.“ Pastor Philipp Bonse

Vom Markt aus ist St. Michaelis nun direkt zu erreichen und präsentiert sich so nicht mehr nur Ortskundigen als offenes Gotteshaus. Weithin sichtbar und in der organischen Struktur eines Lindenblattes gegossen, fügt sich die Tür in ihre Umgebung ein und verfügt dennoch als bauliches Element über einen eigenen Gehalt. Über einen Windfang aus Glas und Stahl ist im Innenraum ein Anschluss an das Kirchenschiff entstanden, das zur Südseite ebenfalls durch gläserne Fronten vom Eingang abgegrenzt ist.

Die Planung stammt vom Lübecker Architekten Christoph Diebold, der einen entsprechenden Wettbewerb der Kirchengemeinde Eutin für sich entscheiden konnte. Umgesetzt hat sie der Preetzer Kunstschmied Kurt Lange, der vor Jahresfrist bereits den neuen Altartisch übergeben konnte. Kriterien für das Portal seien 2013 bei der Ausschreibung ein repräsentativer Charakter, der gestalterische Bezug zum südlichen Kirchenvorplatz und die Konstruktion eines Windfanges gewesen, erklärte Pastorin Maren Löffelmacher. Die Kirchengemeinde war als alleiniger Bauträger autonom in den diesbezüglichen Entscheidungen, eine prüfende und beratende Begleitung der Beschlüsse wurde dabei durch den Kirchenkreis Ostholstein gewährleistet. Die Gesamtkosten des Südportals liegen bei rund 100 000 Euro. Die Fertigstellung erfolgte innerhalb von acht Monaten.

Grund zu feiern und den Blick in die Zukunft zu richten also – und das prägte dann auch den Pfingstgottesdienst. Der begann mit einem gemeinsamen Einzug durch das neue Entree. Zuvor hatten Christoph Diebold und Kurt Lange den großen eisernen Schlüssel an Pastorin Maren Löffelmacher übergeben. Die reichte ihn an den Küster Detlef Kähler weiter, der flugs in die Kirche eilte, um das Portal zu öffnen. „Als ich den Schlüssel zum ersten Mal gesehen habe, habe ich gesagt: Sieht schön aus – und wo ist der echte? Ich habe ihn für ein Symbol gehalten, weil er so groß und schwer ist“, verriet er beim Aufschließen.

Die Blicke der Eintretenden verrieten dann Freude und Zustimmung, und das war auch die Resonanz, die Pastorin Löffelmacher wahrnehmen konnte. „Ich habe überwiegend positive Rückmeldung bekommen“, berichtete sie. Die reichte bis in den Feierabend hinein: Beim nachmittäglichen Abschließen ließ sich die Pastorin auf Bitten von Spaziergängern noch einmal fotografieren und ist jetzt als „glückliche Pastorin vor neuer Tür“ auch im Netz zu sehen.

Astrid Jabs

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