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Ostholstein Glasfaser: Stadtwerke starten Netz-Ausbau
Lokales Ostholstein Glasfaser: Stadtwerke starten Netz-Ausbau
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22:20 28.09.2017
„Wir wollen alle Bereiche versorgen", sagt Marc Mißling von den Stadtwerken. 

„Nun kann es endlich losgehen“, sagt Martin Voigt – zugleich als Geschäftsführer der eigens gegründeten Stadtwerke Media GmbH und als Oldenburger Bürgermeister. Er freue sich, dass es jetzt „in großen Schritten vorangeht und mit dem ersten Ausbaugebiet schon große Teile des Stadtgebiets erfasst werden“.

Insgesamt wurde die Fläche in acht Areale aufgeteilt, in denen nacheinander die Kabel verlegt werden sollen. Kalkuliert wird mit Investitionskosten von rund 13 Millionen Euro. Den Anfang machen sollen die Gebiete Lankenkoppel und Oldenburg Ost sowie die Gewerbegebiete am Voßberg und Sebenter Weg. Für diese Bereiche startet in der kommenden Woche die Vermarktung, während auch Kundenberater gezielt in den betreffenden Gebieten unterwegs sein werden; für den 10. Oktober ist zudem eine Info-Veranstaltung geplant (19 Uhr, Schützenhof).

Mindestens 40 Prozent der Haushalte beziehungsweise Betriebe müssten als Kunden gewonnen werden, damit sich das Vorhaben wirtschaftlich umsetzen lasse, erläutert Voigts Geschäftsführerkollege Marc Mißling. Bis Ende November wollen die Stadtwerke für das Projekt werben; anschließend soll möglichst zeitnah der Ausbau beginnen. Wie lange die erste Bauphase dauern wird, lasse sich allerdings nicht genau abschätzen, so Mißling: Das hänge nicht zuletzt von den Witterungsbedingungen im Winter ab.

Oldenburgs Bürgervorsteherin Susanne Knees (CDU) freut sich, dass das Projekt jetzt Fahrt aufnimmt. Eine flächendeckende Breitbandversorgung bringe Vorteile für alle Altersgruppen mit sich, ist sie überzeugt, und mache Oldenburg als Wohn- und Arbeitsort attraktiver. Das Glasfasernetz sei eine Chance, „das Gefälle zwischen Stadt und Land zumindest ein bisschen abzufedern“.

Wie die beiden Stadtwerke-Geschäftsführer ist auch die Bürgervorsteherin guter Dinge, dass die erforderliche Anschluss-Quote erreicht wird. Schließlich müsse auch niemand befürchten, dass er doppelt zahlen müsse, versichert Marc Mißling. Der neue Vertrag mit den Stadtwerken trete erst in Kraft, wenn der Vertrag mit dem alten Anbieter ausgelaufen beziehungsweise gekündigt sei. Auch Mieter könnten einen Vertrag abschließen; sie bräuchten lediglich die Einverständniserklärung des Hauseigentümers, dass der Glasfaseranschluss verlegt werden dürfe. Da die Anschlussgebühr für Kunden der ersten Stunde entfalle – später kostet die Verlegung eines Hausanschlusses 800 Euro –, erwarte er in dieser Hinsicht keine Probleme.

Sollten sich wider Erwarten dennoch weniger als 40 Prozent der Betroffenen zu einem Vertragsabschluss entschließen, werde man voraussichtlich zunächst in eines der übrigen Ausbaugebiete wechseln, so Mißling. Er gehe jedoch nicht davon aus, dass es dazu kommen werde.

Mehr unter www.swo-breitband.de

 Von Jennifer Binder

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