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Ostholstein Graffiti-Projekt: Die Fassade des Sozialkaufhauses wird bunt
Lokales Ostholstein Graffiti-Projekt: Die Fassade des Sozialkaufhauses wird bunt
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22:06 28.06.2018
Jugendliche gestalten im Rahmen eines Projekts die Klinkerwand am Neustädter Sozialkaufhaus. Quelle: Foto: Billhardt
Neustadt

Bereits zum dritten Mal organisiert die Pädagogin Heike Rhein ein solches Projekt in Neustadt. Es wurden bereits 2015 ein großes Willkommensgraffiti auf Leinwand für das europäische Folklore Festival und ein Jahr danach ein Zaun in der Brückstraße gestaltet. Diesmal nehmen sich sechs Jungs und zwei Mädchen die Fassade der Lagerhalle des Sozialkaufhaus vor. Angeleitet werden sie von dem Frankfurter Jan-Malte Strijek, genannt Honsar. „In den ersten zwei Tagen sind alle schon sehr fleißig gewesen. Sie zeigen eine super Arbeitsmoral und sind kaum zu bremsen“, betont der Künstler.

Projekt-Präsentation

Alle Interessierten sind am Sonntag, 1. Juli, um 11.30 Uhr eingeladen, sich das große Wandbild in der Hochtorstraße/Ecke Rosengarten anzuschauen.

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und städtischen Mitteln. Außerdem tragen der Deutsche Kinderschutzbund und Neustädter Firmen mit Geld- und Sachspenden zum Gelingen bei. Träger des Projektes ist die Initiative Jugend, ein Verein, der die offene Jugendarbeit in Neustadt und Umgebung fördert.

Nachdem Honsar und die Jugendlichen Tiefgrund und eine Fassadenfarbe aufgebracht haben, kommen jetzt die Sprühdosen zum Einsatz, um stilisierte Wellen auszumalen. „Die komplizierten Sachen kommen dann später“, so Honsar. Die Gruppe steigere sich von Tag zu Tag, es werde dann immer feiner und kleinteiliger gearbeitet. „Das ist viel schöner als die lieblose Wand“, verdeutlicht Neustadts Bürgermeisterin Tordis Batscheider und zeigt sich begeistert, als sie gestern gemeinsam mit Karl-Heinz Schumacher von der Koordinierungs- und Fachstelle „Demokratie leben!“ bei den Jugendlichen vorbeischaut.

Außerdem darf sich die Bürgermeisterin als erste auf einer blauen „Demokratie leben!“-Bank verewigen. Bei der Präsentation am Wochenende sollen viele dem Beispiel folgen, die sich mit dem Spruch „We need each other to have a good life!“ identifizieren können.

Markus Billhardt

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