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Gremien besinnen sich: Doch Wasserspiele auf dem Markt

Eutin Gremien besinnen sich: Doch Wasserspiele auf dem Markt

Eutiner Stadtentwicklungs- und Bauausschuss knöpften sich zum wiederholten Mal die Umgestaltung der Innenstadt vor – Grünes Licht für den Planer.

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Heiko Godow und Monika Obieray versuchen, Linie in die Antragsflut zu bringen.

Eutin. „Das ist ja eine Zangengeburt hier“, stöhnte Heiko Godow (CDU) kurz auf. Der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses und Monika Obieray (Grüne), Vorsitzende des Bauausschusses, hatten am Dienstag nicht nur ungebärdige Stadtvertreter im Zaum zu halten, sondern auch einen Schwung von Einzelanträgen zu bündeln und zu sortieren. Fazit nach über drei Stunden:

LN-Bild

Eutiner Stadtentwicklungs- und Bauausschuss knöpften sich zum wiederholten Mal die Umgestaltung der Innenstadt vor – Grünes Licht für den Planer.

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„Man darf sich umentscheiden, die Kommunalordnung

gestattet das.“ Monika Obieray, Bauausschuss-Vors.

Der Eutiner Marktplatz wird nun doch Wasserspiele bekommen, die Entwürfe für die Umgestaltung des Platzes und die der Königstraße können, wie vom Wettbewerbsgewinner RMP ausgearbeitet, weiter vorangetrieben werden.

Stadtplaner und Landschaftsarchitekt Philip Haggeney sagte gestern dazu: „Wir haben alles bestätigt bekommen, bis auf die Versetzung des Denkmals. Das ist schade für den Platz. Wir hatten gedacht, dass wir durch das Darlegen von Schnitten und Perspektiven noch überzeugen könnten.“ Das Ehrenmal soll – nach dem Votum des Stadtentwicklungsausschusses – nun exakt dort bleiben, wo es ist.

„Wenn ich das kleinkariert betrachte, hieße das, auch die Höhenlage beizubehalten. Aber das haben die Stadtvertreter wohl nicht so gemeint“, bemerkte Haggeney spitz. Bei der Abstimmung über den Standort des Ehrenmals offenbarte sich erneut der Riss in der SPD-Fraktion: Während Karlheinz Jepp sich für den Verbleib am jetzigen Platz aussprach, stimmten Gabriele Appel und Caroline Busse dagegen, sie wären dem Vorschlag des Planers zur Veränderung gern gefolgt.

Zuvor hatte die SPD mit einem anderen Antrag in Sachen Denkmal aufgeschreckt. Klaus Kibbel wollte „erst Klarheit über die Beschaffenheit des Fundaments sowie eine Bürgerbefragung zum Standort“, ehe über Versetzen oder nicht abgestimmt werde. Eine weitere zeitliche Verzögerung erschien der CDU nach den vorangegangenen Monaten des Kompetenzgerangels zwischen beiden Ausschüssen undenkbar. In einer Sitzungsunterbrechung stimmte Fraktionschef Matthias Rachfahl sich mit seinen Kollegen aus beiden Gremien ab.

Der Stadtentwicklungsausschuss beschloss mit sieben zu vier Stimmen (zwei Enthaltungen durch die Grünen): Der Standort des Ehrenmals, Baujahr 1875, wird nicht verändert, der Platz zwischen ihm und der nördlichen Baumreihe vor dem Brauhaus soll ausreichend Raum für Veranstaltungen (Wochenmarkt, Bluesfest, Eisbahn) bieten. Die bestehende Baumreihe wird weiter in den Platz hinein versetzt, soll aber so angeordnet werden, dass die oben genannte Anforderung erfüllt wird.

Mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für Wasser auf dem Markt, ob als Brunnen oder Spiele, hatte sich Per Köster, Leiter der Tourist-Info, an die Stadtvertreter gewandt: „Das ist der schönste Platz in Eutin, er muss besonders, attraktiv, qualitätsvoll sein. Ich kenne keine andere Stadt, die sich von einem Brunnen verabschiedet. Ohne Wasser – da machen wir uns bundesweit lächerlich.“

In der CDU hatte es bereits vor dem Sitzungstermin ähnliche Überlegungen zu der von der Stadt vor Jahren selbst ausgegebenen Maxime „Wasser erlebbar machen“ gegeben. Die Frage: Wer prescht vor?

Michael Kasch formulierte schließlich die Bitte an den Bauausschuss, Wasserspiele auf dem Markt zu planen, vom Brunnen wolle man sich aber verabschieden. Beide Gremien folgten dem Vorschlag mehrheitlich – der im März gefasste Beschluss, gänzlich ohne Wasser auf dem Markt auszukommen – wurde somit einkassiert.

Thomas Koebke (Fraktion FWE) ärgerte sich über solches Vorgehen: „Wie sollen wir vorankommen, wenn missliebige Beschlüsse wieder einkassiert werden und wir Dinge immer wieder aufgreifen, um sie im gewünschten Sinn zu manipulieren?“

Monika Obieray bemühte sich, zurechtzurücken: „Man darf sich umentscheiden, die Kommunalordnung gestattet das.“ Mit „Spielraum“ versuchte Bauamtsleiter Bernd Rubelt zu erklären, was mehr wie Herumgeeiere anmutete. Heiko Godow: „Der 21. Juni ist der Tag der endgültigen Entscheidung.“

ben

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