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Ostholstein Grömitz: Gewerbeflächen statt mehr Windräder
Lokales Ostholstein Grömitz: Gewerbeflächen statt mehr Windräder
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18:15 24.06.2016

Damit neue Windkrafträder die Weiterentwicklung von Grömitz nicht gefährden, sollen dort möglichst schnell Flächen für Gewerbe- und Mischgebiete festgesetzt werden. Dafür hat sich der Ausschuss für Verkehr, Bauwesen und Umwelt ausgesprochen.

Der Vorsitzende Heinz Bäker (FDP) machte im LN-Gespräch deutlich, dass es sich nicht um eine reine Abwehrmaßnahme gegen das Land handle, sondern um eine Schutzfunktion. Ansonsten könnten mögliche neue Windkraftanlagen dafür sorgen, dass Bauvorhaben nicht mehr umgesetzt werden dürfen. Grund wären die sogenannten Abstandsflächen, in denen nicht gebaut werden darf.

Bäker erklärte, dass es früher „mehr oder weniger“ die Entscheidung der Gemeinde gewesen sei, ob eine Anlage zu dicht an einem Gebäude stehe. „Nun sind wir, wenn eine Anlage vom Land genehmigt wird, angehalten, die Bebauung wegzuhalten.“ Um die Ortsentwicklung nicht zu gefährden, sollen das Gelände westlich vom Königsredder sowie ein Abschnitt von der Beckerkoppel in Richtung Lenste als Flächen für Gewerbe und Mischgebiete ausgewiesen werden. Dann könne das Land nicht mehr in unmittelbarer Nähe Bereiche für neue Windkraftanlagen ausweisen und genehmigen lassen.

Bäker betonte, dass die Gemeinde Grömitz bereits heute 160 Prozent des eigenen Strombedarfs durch Windenergie decke – also deutlich mehr produziere, als benötigt werde. Anders sieht es aus mit der Zahl von Gewerbeflächen. Das Gebiet am Ortsrand ist längst voll. „Wir planen hier die Entwicklung der nächsten zehn bis 15 Jahre“, so Bäker. Erste bauliche Umsetzungen könnten vielleicht in zwei bis drei Jahren sichtbar werden. Bis das so weit ist, werden sich zunächst die Gemeindevertreter Mitte Juli mit dem Thema Ortsentwicklung befassen. Anschließend dürfte das Konzept der Landesplanungsbehörde dargestellt werden.

ser

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