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Ostholstein Grömitz: So wird die „Welle“ nach dem Umbau aussehen
Lokales Ostholstein Grömitz: So wird die „Welle“ nach dem Umbau aussehen
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21:17 20.09.2013
Die Grömitzer Welle nach Abschluss der Umbauarbeiten Ende nächsten Jahres. Entwurf: „Architekten Contor“

Das war eine Punktlandung: Morgens war der Gemeinde die Baugenehmigung für die Sanierung der Grömitzer „Welle“ ins Haus geflattert, am Abend wurde den Grömitzern die Umgestaltung ihres Freizeitbades vorgestellt. Nach der Umgestaltung soll die Grömitzer „Welle“ allen Ansprüchen eines modernen Freizeitbades genügen.

Kritikern der Sanierungsmaßnahme nahm Roland Voigt vom „Architekten Contor“ in Itzehoe gleich zu Beginn der Einwohnerversammlung den Wind aus den Segeln. Auch ohne Hotelneubau, so Voigt, wäre die Gemeinde nicht an einer grundlegenden Sanierung vorbeigekommen. Zu gravierend seien die Schäden gewesen, die Abnutzung und Betrieb mit Salzwasser an Anlagen und Mauerwerk hinterlassen hätten.

Anschließend stellte Voigt die wesentlichen Veränderungen des Umbaus vor. Eine attraktive Saunalandschaft mit Finnischer Sauna, Licht- und Biosauna, einem Dampfbad und einer Panorama-Sauna mit Ostseeblick sollen künftig in das Schwimmbad integriert werden. Dafür sieht der Plan des Architekten den Einbau einer zusätzlichen Geschossdecke als Empore vor.

Das Wellenbad erhält eine zusätzliche Wellenkammer, „um noch attraktivere Wellenbilder zu erzeugen“, so Voigt. Eine weitere Neuerung bilden eine Außenterrasse mit Materialien aus „Strandthemen“, sowie ein Außenschwimmbecken. Das Wohlgefühl der Badegäste soll zudem auch optisch unterstützt werden. Der bisher „klinisch weiße Charakter“, soll einer ansprechenden Farbgebung weichen, farbige LED-Lichtspiele im Über- und Unterwasserbereich, Sprudelliegen, Geysire und Wasserspiele sollen weitere Akzente setzen. Im Schwimmbad wird es künftig auch eine Gastronomie geben. „Gastronomie gehört heute zu einem zeitgemäßen Freizeitbad einfach dazu“, sagte Voigt. Unter Vollauslastung sollen 600 Gäste das Bad zur gleichen Zeit nutzen können.

Ende Oktober nächsten Jahres soll dann die „Welle“ im neuen Glanz erstrahlen, kündigte Voigt an. Vertragsstrafen bei Zeitüberschreitungen seien mit den Firmen nicht vereinbart worden, jedoch sei der Eröffnungstermin aufgrund eines seriös erstellten Zeitplans „sehr realistisch“. Beeinträchtigungen durch Baulärm werde es während der Bauphase natürlich geben, die Ruhezeiten würden jedoch eingehalten.

Warum bei derartigem Verschleiß durch Meerwasser nicht ein Betrieb mit Süßwasser erwogen wurde, wollte ein Einwohner wissen. „Haben wir erwogen, hätte uns aber jährlich 56 000 mehr gekostet“, entgegnete Olaf Dose-Miekley, Marketingchef des Tourismus-Service. Voigt ergänzte, dass eine sorgfältige Verarbeitung und bessere Abdichtung nach der aktuellen Sanierung eine größere Langlebigkeit des Bades sicherstelle.

So viel Qualität hat auch seinen Preis. Die Kosten für zumindest 21 der insgesamt 27 Gewerke sollen sich dabei weitgehend im Rahmen der Planung bewegen, gab Bürgervorsteher Jochen Sachau zu Beginn der Sitzung mit deutlicher Erleichterung in der Stimme bekannt. In der kommenden Woche sollen die Kosten für die übrigen sechs Gewerke, darunter auch für die Betonsanierung und die Rutsche, feststehen.

Dann werde sich zeigen, so Sachau, ob der geplante Kostenrahmen in Höhe von 12,4 Millionen Euro eingehalten werden könne.

Thomas Klatt

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