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Ostholstein Grömitz investiert für junge Menschen
Lokales Ostholstein Grömitz investiert für junge Menschen
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22:12 09.09.2016
Testen den Kunstrasenplatz (v. l.): Olaf Dose-Miekley, Udo Braeger, Tim Muchow, Kevin Paschkewitz und Neele Sophie Rieck. Quelle: Rosenkötter

Knapp 60 Prozent aller Grömitzer Bürger sind mindestens 50 Jahre alt. Klar, das ist für diese Altersgruppe nur eine Zahl. Entscheidend ist, wie man sich fühlt.

Flutlicht am Abend

Das Soccerfeld kann von Sonnenaufgang bis 22 Uhr genutzt werden. Eine Fluchtlichtanlage erhellt den Platz in den Abendstunden. Sie wird dann aber ab 22 Uhr ausgeschaltet.

Dennoch will das Ostseebad attraktiver für junge Menschen werden. Da verwundert es nicht, dass Tourismuschef Olaf Dose-Miekley betont: „Als ,Rentnerbad’ benannt zu werden, ist die schlechteste Auszeichnung.“ Ein Schritt zu einem frischen Image wird heute mit einem 12 mal 20 Meter großen Fußballfeld gemacht.

Der Kunstrasenplatz befindet sich am Ende der Pappelallee. Der Bereich dürfte in den kommenden Jahren verstärkt zum Treffpunkt für Junge und Junggebliebene werden. Schließlich sind etliche weitere Projekte bis hin zum Bau eines Beach-Clubs im Bereich „Dünenpark“ geplant.

Die Idee zur Errichtung des Platzes stammt übrigens vom Jugendstammtisch. Einige Mitglieder hatten 2014 das Konzept für einen Jugendstrand vorgestellt. Ihre Forderung nach jugendgerechten Einrichtungen wurde erhört und in den Ausschüssen diskutiert und erfolgreich beschlossen. „Das Soccerfeld ist die erste größere Maßnahme“, so Dose-Miekley. Fast 60000 Euro seien investiert worden, wobei immerhin 21600 Euro mit EU- Mitteln über die Aktiv-Region finanziert wurden. Die übrigen Kosten übernahm der Tourismus-Service.

Um die Attraktivität weiter zu steigern, sollen im angrenzenden Wäldchen Grillplätze entstehen. Ebenso ist das Aufstellen von Bänken und Schließfächern angedacht. Zudem soll es in Zukunft eine WLAN-Verbindung geben. Tim Muchow, Vorsitzender des Jugendstammtisches, ist mit dem bisher erreichten durchaus zufrieden. „Der alte Platz war kaputt. Der Asphaltboden aufgerissen und heruntergekommen“, erinnert er sich.

Als nächstes sind ab 17. Oktober die kleinsten Einheimischen und Urlauber an der Reihe. Für sie soll der Spielplatz zwischen Soccerfeld und Strandpromenade erneuert werden. 32000 Euro werden investiert. Innerhalb von etwa zwei Wochen sollen ein großer Leuchtturm mit Rutschanlage, ein Spielschiff sowie Wippen und Schaukeln aufgebaut werden. Die aktuelle Anlage ist bereits 21 Jahre alt und der TÜV hat die Nutzung nur noch für die laufende Saison genehmigt.

Für Stadtjugendpfleger Udo Braeger sind die Projekte ein toller Erfolg. Er betont, dass die Jugendlichen früh eingebracht hätten und sich auch im jungen Erwachsenenalter weiter engagieren wollen.

„Sie haben gemerkt, dass sie etwas erreichen können“, so Braeger. Neele Sophie Rieck vom Jugendstammtisch ergänzt, dass Meckerei nichts bringe. „Man muss etwas machen“, so die junge Frau.

 Sebastian Rosenkötter

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