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Ostholstein Gröön-Lüüd lassen Seepark aufblühen
Lokales Ostholstein Gröön-Lüüd lassen Seepark aufblühen
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21:19 06.04.2017
Eutins Bauamtsleiter Bernd Rubelt (l.) hilft den Ehrenamtlern Hinnerk und Helga Tietjen, Barbara Austermann, Jürgen Bröker-Wolf, Brigitte Krüger und Regina Repty (v. r.) von den „Gröön-Lüüd“ bei der Beet-Pflege. Quelle: Fotos: Beke Zill

Jeden Tag war Hinnerk Tietjen im vergangenen Jahr als ehrenamtlicher Helfer auf dem Gelände der Landesgartenschau (LGS) unterwegs. Inzwischen ist die LGS Geschichte. Für den 67-Jährigen jedoch kein Grund, sein Engagement zu beenden. Die vielen Pflanzen vor allem im extra für die Gartenschau neu gestalteten Seepark wollen weiterhin gepflegt werden.

Nach der Landesgartenschau in Eutin pflegen die ehrenamtlichen Helfer die Beete weiter.

„Das darf nicht zu Ende gehen“, sagt das Mitglied des ehemaligen LGS-Fördervereins, der sich inzwischen Gröön-Lüüd nennt.

Die etwa 60 Ehrenamtler werden unter neuem Namen die Beet-Pflege fortführen. Gestern nahmen einige der Helfer bereits Harke, Gartenkralle und Schaufel in die Hand, um die Garten-Saison offiziell einzuläuten. „Wir freuen uns, dass der Schwung weitergeht und die Idee weitergetragen wird“, sagt Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt erfreut.

Bereits am Montag wurde eine „schnelle Einsatztruppe“ der Gröön-Lüüd zusammengetrommelt, um schon einmal die Beete am Hauptweg im Seepark auf den Sommer vorzubereiten. Gestern arbeiteten sich der Eutiner Hinnerk Tietjen, seine Frau Helga und die anderen Gartenfreunde dann weiter durch die Erde am Heinrich-Lüth-Weg. Die Gruppe lockerte den Boden und befreite die Fläche von Unkraut, damit Schein- Akelei, Schlüsselblume, Storchschnabel, Funkien und Co. ordentlich gedeihen können. Und wenn die fleißigen Laien doch einmal Fragen zu Pflege und Pflanzen haben, steht ihnen der Baubetriebshof mit dem Leiter Jens Rehfeld zur Seite.

„Je älter die Pflanzen werden, desto weniger Pflege brauchen sie“, erklärt der Garten- und Landschaftsgartenmeister. Bis dahin benötigen die Blumen jedoch Betreuung, die ihnen die Gröön-Lüüd mit ihrem Einsatz bieten. Bauamtsleiter Bernd Rubelt ist begeistert, dass die Helfer ihr Ehrenamt im Seepark, der in den 1930er Jahren noch völlig „zugewuchert“ war und im Jahr 2015 neu gestaltet wurde, auch nach der LGS fortführen. „Gemeinsam etwas zu machen, ist ein tolles Element. Alles kommt zusammen, was wir uns vorgestellt haben“, sagt Rubelt. Die Stadtbucht werde „supergut“ angenommen, weiß

Kerstin Stein-Schmidt aus eigener Erfahrung. Sie ist glücklich, dass die Helfer dafür sorgen, dass ein Stück Landesgartenschau im Seepark erhalten bleibt. „Der Gedanke des Ehrenamtes ist einfach toll“, sagt sie.

Bei der Pflege des Areals kommen die Gröön-Lüüd auch gerne ins Gespräch und trinken nach getaner Arbeit einen Kaffee zusammen. „Einfach herkommen, schnacken und pflegen“, sagt der Vereinsvorsitzende Jürgen Bröker-Wolf, der mit seinem Team bei den Treffen Einsatz und Freude an der Gartenarbeit zeigt. „Wir haben alle einen grünen Daumen, die einen mehr, die anderen weniger“, sagt er schmunzelnd.

Zwei Mal im Monat – am ersten Dienstag im Monat um 10 Uhr und am dritten Freitag im Monat um 15 Uhr – geht’s ab ins Beet. „Wir versuchen Gemeinschaften zu finden“, erklärt Bröker-Wolf die Saison-Planung. Auch werden noch Paten für die Bepflanzung rund um die neuen Bäume an der Stadtbucht gesucht. Er will die Schönheit des Parks unbedingt aufrecht erhalten. „Was aus dem Park geworden ist, ist traumhaft.“ Da stimmt ihm Hinnerk Tietjen zu. Deshalb will er sich auch weiter um die einstige Wildnis kümmern. „Wenn, dann richtig.“

Beke Zill

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