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Ostholstein Größte Revision in der Bade- und Wellnesswelt „FehMare“
Lokales Ostholstein Größte Revision in der Bade- und Wellnesswelt „FehMare“
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21:13 20.01.2017
Leergepumpt: Voraussichtlich am 30. Januar wird das alte Meerwasser-Wellen-Hallenbad wieder geöffnet. Quelle: Fotos: Schwennsen
Burgtiefe a. F

In diesem Jahr werden die Schwimmbad-Besucher nach der Wiedereröffnung ein Aha-Erlebnis haben. Denn in der Bade- und Wellnesswelt „FehMare“ in Burgtiefe findet die bislang umfassendste Revision seit der Eröffnung 2009 statt.

Für 290 000 Euro: Neue rutschfeste Fliesen, Umbauten in Sauna und Umkleide.

Mit außergewöhnlich hohen Kosten: Sie liegen, so Geschäftsführer Stephan Pospischil, bei 290 000 Euro. Davon investiert der Tourismus-Service Fehmarn (TSF) rund 206 000 Euro. Im Frühjahr sind weitere 50000 Euro für den Anstrich des Altbaus vorgesehen.

Der Grund für die voraussichtlich zweimonatige damit ungewöhnlich lange Schließung der Badewelt: Die Bodenfliesen werden auf einer Fläche von rund 600 Quadratmeter komplett ausgetauscht. Allein dafür hat der TSF 150 000 Euro veranschlagt. Quarzgrau und rutschfest – so lauten die neuen Qualitätsmerkmale. „Das ist eine deutliche Aufwertung der Anlage. Damit greifen wir ganz offensiv einen Hauptkritikpunkt unserer Gäste auf“, so Pospischil. Denn die bisherigen Fließen waren von Beginn an ein Ärgernis. Und eine enorme Gefahrenquelle. Immer wieder sind Badegäste darauf ausgerutscht. Das gehört aber bald der Vergangenheit an. Die neuen Fliesen, speziell für Schwimmbäder geeignet, befinden sich derzeit in der Produktion. Die Sockelfließen sind fertig, die Fußbodenfließen „kommen erst ganz frisch aus dem Brennofen“.

Dauerte die Revision im „FehMare“ früher meistens rund drei, allenfalls vier Wochen, wird sie in diesem Winter deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. Pospischil strebt eine Wiedereröffnung Ende Februar an – genau festlegen möchte er sich aber nicht.

Ganz so lange müssen die Wasserratten allerdings nicht auf einen Schwimmbad-Besuch verzichten. Es gibt ja noch das alte Meerwasser-Wellen-Hallenbad aus den 70er-Jahren. Dort wurden nur die normalen jährlichen Arbeiten vorgenommen. Kommende Woche wird bereits begonnen, es wieder mit Wasser zu befüllen.

Ziel ist eine Wiedereröffnung des alten Bades zum 30. Januar.Erreichbar ist es über den hinteren Nebeneingang. Er wurde durch frische Farbe in den Fluren freundlicher gestaltet. Solange das neue Erlebnisbad geschlossen bleibt, werde im Wellenbad die Wassertemperatur von normal 28 auf 30 Grad angehoben, so Pospischil.

Es gibt aber noch weitere Veränderungen. In der Umkleide werden einige Sichtschutzwände eingebaut. Sie sollen den Gästen, die es wünschen, mehr Intimsphäre als bisher beim Umkleiden gewähren. Auch hier gab es immer wieder Beschwerden. Andere Lösungen mit Extra-Umkleidekabinen – wie es sie noch in vielen alten Schwimmbädern gibt – seien im „FehMare“ nicht möglich, in neuen Bädern aber auch nicht mehr Standard, so Pospischil.

Eine deutliche Umgestaltung gibt es im stark gefragten Sauna- Bereich. Dort wird durch Umbauten ein Teilbereich durch eine undurchsichtige, aber lichtdurchlässige Glaswand abgetrennt. Ziel der Maßnahme: Seit langem schon stand bei einigen Besuchern ein Ruheraum auf der Wunschliste. Pospischil: „Hier entsteht jetzt eine richtige Ruhezone, in die der Lärm von Dusche, Bar oder Kaffeemaschine im großen offenen Saunabereich nicht hineindringt.“

Erneuert werden zudem die Bänke in der Panorama- und Dachsauna. „Hier entsteht künftig viel mehr Liegekomfort“, verspricht Pospischil. Auch die Anschaffung von einigen Standkörben für die Dachterrasse ist geplant, aber erst nach Ende des Winters.

Die Bade- und Wellnesswelt „FehMare“ verändert sich in diesem Winter spürbar. Wer neugierig geworden ist: Nach Inbetriebnahme der kompletten Anlage soll es einen Tag der offenen Tür geben.

 Es gibt übrigens auf der eigenen Facebookseite ein Video über das Ablassen des Wassers aus dem Becken (www.fehmare.de).

 Gerd-J. Schwennsen

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