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Ostholstein Feuer in Grömitz: Kriminalpolizei ermittelt
Lokales Ostholstein Feuer in Grömitz: Kriminalpolizei ermittelt
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22:58 25.05.2018
Eine dunkle Rauchwolke zieht über den Strand von Grömitz. Quelle: HFR
Grömitz

Um 13.20 Uhr kam der Großalarm für die Einsatzkräfte der Feuerwehren. Schwarzer Rauch zog vom Dach des Seaside-Restaurants in Richtung Strand. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Der Bereich um den Brandort wurde großräumig abgesperrt, angrenzende Geschäfte und Lokalitäten geräumt. 90 Einsatzkräfte verhinderten ein Übergreifen auf weitere Lokale. Nach 30 Minuten war das Feuer gelöscht.

Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer im Dachbereich des Seaside ausgebrochen. Eine Firma hatte dort Schweißarbeiten ausgeführt. „Die Mitarbeiter und die Polizei handelten sehr schnell und evakuierten den Gebäudekomplex“, sagte Gemeindewehrführer und Einsatzleiter Björn Sachau. So hätte es auch keine Verletzten gegeben. Zum Glück, denn viele Menschen, die eigentlich nur gemütlich essen wollten, tummelten sich zu dem Zeitpunkt in den Lokalen in dem riesigen Komplex.

Die Polizei sperrte die Promenade und auch den dahinter liegenden Parkplatz mit Flatterband ab. Neben den Grömitzer Feuerwehren waren die Wehren aus Neustadt und Schashagen im Einsatz. Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Hasselmann eilte von Heiligenhafen nach Grömitz. „Ich konnte die Rauchwolke bereits auf der Autobahn bei Oldenburg sehen“, sagte Hasselmann. Die Drehleiter aus Neustadt wurde am Einsatzort nicht mehr benötigt. „Wir haben über die Drehleiter aus Grömitz und Atemschutzgeräteträger den Brandherd lokalisieren können“, sagte Sachau. Der böige Wind aus Nordost half den Brandschützern, da er das Feuer auf das Gebäudeende leitete und nicht weiter ins Innere.

„Die Rauchwolke sah gewaltig aus. Zum Glück ist nicht mehr passiert“, sagte Urlauberin Frauke Juland aus Paderborn. Viele Schaulustige beobachteten den Einsatz vom Strand aus. Die Höhe des Sachschadens ist laut Polizei noch unklar. Im Inneren des Restaurants konnte die Feuerwehr das Eindringen von Rauch und Löschwasser nicht verhindern, erklärte Einsatzleiter Sachau.

Die Kripo hat den Brandort beschlagnahmt und ermittelt jetzt die genaue Brandursache.

Von Arne Jappe

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