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Ostholstein Großalarm in Siblin: Scheune abgebrannt - 400 Schweine tot
Lokales Ostholstein Großalarm in Siblin: Scheune abgebrannt - 400 Schweine tot
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16:09 07.01.2013
Die Rauchsäule des Großfeuers ist von Weitem zu sehen. Quelle: Susanne Peyronnet

 

Das Feuer griff auf ein Wohnwirtschaftgebäude über, die Feuerwehr konnte das Feuer in diesem Haus aber unter Kontrolle halten. 150 Feuerwehrleute kämpften mit zwei Drehleitern stundenlang gegen den Brand, dessen schwarze Rauchsäule kilometerweit zu sehen war.

 

Als die ersten Feuerwehrleute nach dem Alarm um 16.58 Uhr in Siblin eintrafen, stand der Stall im Vollbrand, berichtete der Einsatzleiter, der stellvertretende Kreisbrandmeister Thorsten Plath. Das 20 mal 50 Meter große Gebäude war nicht mehr zu retten, gegen Abend wurde die Ruine von einem Bagger eingerissen, um letzte Glutnester bekämpfen zu können. Bis dahin hatten die Feuerwehrleute eine Meisterleistung vollbracht: Durch die Hitze war das Feuer auf das Nachbargebäude übergesprungen, ein Wohnwirtschaftshaus, hinter dessen oberem Giebel Heu lagerte, das in Brand geraten war. Darunten sind Sauen mit ihren Ferkeln untergebracht, und an den Stall grenzt direkt das Wohnhaus an. Während die Bewohner eilig Hausrat, unter anderem Möbel und ein Klavier, ins Freie schaffen, bekämpften die Einsatzkräfte „ganz massiv“, so Plath, das Feuer. Sie rissen das Dach über dem Heuboden auf und pumpten Wasser ins Gebäude. So gelang ihnen, das Haus zu halten, die Flammen am weiteren Ausbreiten zu hindern.

 

Der schwere Einsatz unter Atemschutz forderte seinen Tribut. Alle 20 bis 30 Minuten, so der Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes, Hartmut Junge, müssen die Atemschutzträger abgelöst werden. So entschloss sich die Einsatzleitung gegen Abend, weitere Atemschutzträger aus Scharbeutz anzufordern. Im Einsatz waren außerdem alle sieben Ortswehren von Ahrensbök – Ahrensbök selbst, Gießelrade, Dunkelsdorf, Tankenrade, Böbs, Cashagen und Gnissau, die Nachbar-Feuerwehr Glasau aus dem Kreis Segeberg sowie die Wehren Eutin und Stockelsdorf-Mori mit der Drehleiter. Die Feuerwehrleute aus Mori waren gerade im Gerätehaus, um nach einer Feier aufzuräumen, als der Alarm kam. Sie erboten sich sofort, mit der Drehleiter nach Siblin zu kommen.

 

Während der Löscharbeiten war die Straße zwischen Ahrensbök und Eutin gesperrt, der Verkehr wurde über Glasau-Sarau umgeleitet. Der Einsatz dauerte bis in den Abend. Für die vielen Einsatzkräfte bedeutete das den Verzicht auf das Fußballspiel der Deutschen Mannschaft bei der EM.

Susanne Peyronnet

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