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Ostholstein Große Strandaufspülung vor Burgtiefe beginnt im Oktober
Lokales Ostholstein Große Strandaufspülung vor Burgtiefe beginnt im Oktober
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21:00 20.09.2017
Noch ist der Südstrand in Burgtiefe belebt. Er muss zum Oktober aber für eine große Strandaufspülung geräumt werden. Quelle: Foto: Gerd-J. Schwennsen

Die letzte hohe Hürde für die Strandaufspülung vor Burgtiefe wurde Dienstagabend im Tourismusausschuss übersprungen. Das Kieler Wirtschafts- und Tourismusministerium hat Fehmarn für die Beseitigung der Sturmschäden zwar knapp 270000 Euro bewilligt (die LN berichteten). Doch das reicht bei weitem nicht, um den Südstrand wieder flott zu machen.

Weitere Veränderungen

In wenigen Tagen wird mit dem Abriss des Sanitärgebäudes am „Sailor’s Inn“ an der Yachthafenpromenade begonnen. Dort wird eine öffentliche Toilette errichtet, ebenso am Rundsteghaus und an der Strandpromenade in Höhe des Hotels „Bene“.

An der Yachthafen-Westseite wird 2018 das Baufenster für einen gastronomischen Betrieb ausgeschrieben.

Konkret: Der Verlust des Tourismus-Service Fehmarn (TSF), der von den Fördermitteln auch andere Maßnahmen finanziert, erhöht sich von geplant 383500 auf 553000 Euro. Selbst das günstigste Angebot lag über 105000 Euro höher als geschätzt. Immens gestiegen sind die Kosten für Sand. Dazu kommt die aufwendige Baustelleneinrichtung mit einem 1,5 Kilometer langen Rohr durch die Ostsee, Spülschiff und zwei Schleppern.

Das Minus soll jetzt die Stadt Fehmarn ausgleichen. Das letzte Wort hat die Stadtvertretung am 28. September, doch per Dringlichkeitsantrag gab es vorab ein klares Votum im Tourismusausschuss. Aus triftigem Grund: Wenn der TSF noch weitere zehn Tage wartet, kann die Baumaßnahme durch eine dänische Firma nicht mehr fristgerecht zugesagt werden.

Erst auf Antrag hatte der TSF den Beurteilungszeitraum in Kiel um einen Monat bis Ende Oktober verlängern lassen. Bürgermeister Jörg Weber (SPD) soll angesichts der neuen Fakten sogar Widerspruch gegen den Förderbescheid einlegen und eine Erhöhung um 50000 Euro beantragen.

Tourismusdirektor Oliver Behncke betonte: „Grundsätzlich sind Strandaufspülungen nicht förderfähig.“ Doch durch den immer flacheren Strand drohte dem TSF, dass beim nächsten Sturm die Dünen angegriffen werden. Nach der Strandaufspülung soll der Strand 40 bis 50 Zentimeter höher liegen. Für diese spektakuläre Maßnahme, die am 9. Oktober beginnen soll, muss der Strand aus Sicherheitsgründen großflächig gesperrt werden. Zudem wird ein Teil des Sandes in Depots gelagert, um nach den Herbststürmen nachbessern zu können.

Unterdessen läutet der Abriss der betagten „Beachbar“ ein neues Zeitalter in Burgtiefe ein. Die Kosten für den Neubau im Osten der Südstrandpromenade – inklusive öffentliche WC-Anlagen, Duschen sowie DLRG-Raum – belaufen sich auf 800 000 Euro. Behncke: „Besonders auffällig wird die Dachterrasse sein, die einen Blick über die Dünen auf die Ostsee zulässt. Der Zugang hierzu wird mit einem Aufzug sogar barrierefrei."

Gerd-J. Schwennsen

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