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Ostholstein Große Trauer um FDP-Politiker Adolf Rath
Lokales Ostholstein Große Trauer um FDP-Politiker Adolf Rath
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21:24 02.07.2013
Von Christina Düvell-Veen
Der Gleschendorfer Adolf Rath ist am Montag im Alter von 71 Jahren gestorben. Quelle: Foto: Christina Düvell-Veen
Gleschendorf

t. Mit Adolf Rath verlässt das letzte „Urgestein“

die Bühne der Scharbeutzer Kommunalpolitik.

Adolf Rath wurde in Dalgefeld in Westpreußen geboren, lebte seit 1946 aber in Gleschendorf. Für seinen neuen Heimatort setzte sich der gelernte Bauleiter seit Beginn seiner kommunalpolitischen Tätigkeit vehement ein, verlor aber dennoch nie das Geschehen in der gesamten Kommune aus den Augen.

Adolf Rath war nicht nur zwölf Jahre lang, davon acht Jahre als Stellvertreter, im Dorfvorstand aktiv. Er war auch 30 Jahre lang Gemeindevertreter und Vorsitzender der FDP-Fraktion, zwölf Jahre davon zweiter stellvertretender Bürgermeister, 30 Jahre lang Mitglied des Bauausschusses, 26 Jahre im Hauptausschuss und 18 Jahre lang in der ZVO-Verbandsversammlung.

Zunächst einmal habe er aber die FDP wiederbelebt, erkennt Rainer Bösel, langjähriger politischer Begleiter, bewundernd an. „Adolf Rath hat maßgeblich dafür gesorgt, dass wir in der FDP wie eine Familie waren. Er hat integriert und immer für Zusammenhalt gesorgt.“ Wie sehr Raths Arbeit auch von der Bevölkerung gewürdigt wurde, zeigt die Tatsache, dass er gleich fünfmal ein Direktmandat in Gleschendorf gewann. Auch beim jüngsten FDP-Kommunalwahlkampf hatte Adolf Rath die Fäden in der Hand. Da sich sein Gesundheitszustand zunehmend verschlechterte, nahm er sein Mandat aber nicht an.

Bürgermeister Volker Owerien würdigte ihn bei der Verabschiedung mit den Worten: „Wer 30 Jahre dem Wohl der Allgemeinheit gedient hat, muss sich wahrlich nicht danach fragen lassen, ob er mit Zähigkeit, Leidenschaft und Augenmaß am Werk war.“

Der Scharbeutzer Büroleitende Beamte Uwe Weihe war seit 26 Jahren mit Adolf Rath befreundet. Er reiht sich ein in die Schar derer, die an dem Verstorbenen besonders dessen „ausgeprägtes Gefühl für Gerechtigkeit“ schätzten. Adolf Rath habe zudem stets sehr viel Menschlichkeit ausgestrahlt und sei immer ein gradliniger Mensch gewesen, der seine ehrliche und aufrichtige Politik klar verständlich für alle Bürger und Bürgerinnen vertreten habe.

Nicht zuletzt dafür und für seine besonderen kommunalpolitischen Verdienste wurde Adolf Rath im Jahr 2010 die Freiherr-vom- Stein-Verdienstnadel verliehen. Er hinterlässt Ehefrau Erika, mit der er seit 48 Jahren verheiratet war, seinen Sohn, seine Tochter und zwei Enkelinnen.

Die Trauerfeier für Adolf Rath beginnt am Freitag, 5. Juli, um 14 Uhr in der Gleschendorfer Kirche.

Christina Düvell-Veen

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