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Ostholstein Großenbrode plant Nulltarif für die Offene Ganztagsschule
Lokales Ostholstein Großenbrode plant Nulltarif für die Offene Ganztagsschule
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20:16 21.09.2013
Prognose: wachsende Schülerzahlen in Großenbrode. Quelle: Fotos: Mantik

kämpft um die Zukunft der Grundschule (die LN berichteten). Der Fortbestand der Einrichtung, die als Außenstelle zur Theodor- Storm-Schule in Heiligenhafen zählt, ist mit prognostiziert weniger als 40 Schülern im kommenden Schuljahr noch nicht zu 100 Prozent gesichert. Daher arbeiten die Kommunalpolitiker mit Hochdruck an dieser Problematik. Während die Elternschaft bei einem Infoabend mit den Kommunalpolitikern laut Bürgermeister Jens Reise (CDU) wieder zuversichtlich gestimmt wurde, werden im Hintergrund bereits die Fäden gezogen. Die Zielsetzung lautet frei nach dem Motto „kurze Beine, kurze Wege“: möglichst viele Schüler aus der Gemeinde am Standort Großenbrode zu halten.

Die CDU stellt daher einen Antrag für die kommende Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses (Termin noch offen). In diesem führen die Christdemokraten aus, wie der angedachte Rettungsplan funktionieren kann. Kernpunkt hierbei ist die Attraktivierung der Offenen Ganztagsschule (OGS). Jens Reise: „Wir wollen die OGS zum Nulltarif möglich machen.“ Bei augenblicklich 20 Schülern, die dieses Angebot wahrnehmen, würde dies Mehrkosten für die Gemeinde von zirka 10 000 Euro pro Jahr aufwerfen. Diese ergeben sich aus dem Essen (2000 Euro) und der pädagogischen Betreuung (8000 Euro).

Ferner soll ein Shuttleservice die Kinder auch aus den Nachbardörfern Klaustorf, Lütjenbrode und Ortmühle einsammeln. Reise: „Uns schwebt hier vor, einen 400-Euro-Jobber zu gewinnen, der womöglich mit einem Neunsitzer die Kinder zur Schule bringt und auch wieder abholt.“ Ob dafür ein neues Fahrzeug gekauft oder ausgeliehen werden muss, oder aber sogar der Kleinbus der Freiwilligen Feuerwehr für diese Zwecke genutzt werden könnte, müsste in den Gremien der Gemeinde diskutiert werden. Wie hoch die Zusatzkosten für die Gemeinde hierbei ausfallen, vermag Reise momentan noch nicht zu beziffern.

Die Gemeinde sucht derweil auch das Gespräch nach außen. So steht am 30. September eine schulische „Elefantenrunde“ mit Ostholsteins Schulrat Manfred Meyer auf der Agenda. Neben Reise und Monika Klein (SPD/Vorsitzende im Jugend- und Sozialausschuss) aus Großenbrode nimmt auch Heiligenhafens Bürgermeister Heiko Müller (parteilos) an diesem Gespräch teil, da die Warderstadt laut Vertrag aus dem Jahr 2009 der Träger der Einrichtung ist. Bei diesem Austausch möchte Reise nachhaltig für den Schulstandort Großenbrode werben. Dabei helfen ihm auch die prognostizierten Schülerzahlen für die Einschulungsjahre 2016 (40), 2017 (44) und 2018 (47). Reise: „Wir glauben, dass die Gemeinde auch darüber hinaus weiter wächst und dieser Schule eine noch zentralere Bedeutung zukommt.“ Symbolisch zu verstehen ist vielleicht auch, das am gleichen Tag der 10. Ganztagsschulkongress in Berlin stattfindet.

Im Hintergrund bleibt zusätzlich die Elternschaft aktiv. Sie diskutiert über die Gründung einer Initiative und denkt über eine Unterschriftensammlung nach. „Wir möchten alle, dass die Gemeinde auch bei diesem Thema zusammenwächst“, führt Reise aus. Geplant sei für 2014 auch wieder ein gemeinsames Sommerfest der Grundschule mit dem Kindergarten Pusteblume sowie Schnuppertage für die Kindergartenkinder in der Schule.

Peter Mantik

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