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Großer Plan für die Hafenwestseite

Neustadt Großer Plan für die Hafenwestseite

Neustadt gibt Sieger des europaweiten städtebaulichen Wettbewerbs bekannt – Planer wollen neue Brücken, ein Hostel und Parkhäuser – Politik soll Megaprojekt ab Herbst vorantreiben.

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Die Sieger des Realisierungswettbewerbs für den Bereich Hafenwestseite und Bahnhofsumfeld im Neustädter Rathaus (v. l.): Lisa Walther, Teja Trüper, Inga Mueller-Haagen, Ines Schneider, Lothar Többen, Tonio Trüper und Volker Rathje.

Quelle: Fotos: Sebastian Rosenkötter

Neustadt. Die Umgestaltung der Hafenwestseite in Neustadt wurde europaweit ausgeschrieben. 28 Entwürfe gingen ein. Gestern nun gab Bauamtsleiterin Antje Weise im Rathaus den Sieger bekannt. Es ist die Arbeitsgemeinschaft Elbberg Stadtplanung aus Hamburg in Zusammenarbeit mit den Büros TGP Landschaftsarchitekten sowie TMH Architekten. Sie wollen gleich zwei neue Brücken über den Hafen sowie Hostel, Hotel, Wohnungen, Flächen zum Verweilen und zwei Parkhäuser. Ihr Konzept ist die Grundlage für eines der größten Bauvorhaben der Stadt.

LN-Bild

Neustadt gibt Sieger des europaweiten städtebaulichen Wettbewerbs bekannt – Planer wollen neue Brücken, ein Hostel und Parkhäuser – Politik soll Megaprojekt ab Herbst vorantreiben.

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Die Preisträger

1. Platz: Elbberg Stadtplanung in Zusammenarbeit mit TGP Landschaftsarchitekten sowie TMH Architekten.

2. Platz: „yellow z“ und Treibhaus Landschaftsarchitekten.

3. Platz: BSM Berlin, ST/Grieger Landschaftsarchitekten und MEKADO.

Ein Quartier für Arbeit, Wohnen und Freizeit – all das soll auf der Hafenwestseite entstehen. Die Gewinner des Wettbewerbs haben sich an den Vorgaben der Politik orientiert. Die Stadtverordneten hatten im Februar 2016 eine maritim-touristische Nutzung beschlossen. Für Bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider (SPD) endete mit der Preisvergabe ein langjähriger Prozess mit vielen Ideen und Diskussionen – zumindest vorläufig. Schließlich steht die Umsetzung noch aus. „Es ist ein fast historischer Moment für die Stadt. Seit Jahrzehnten wurde über die Zukunft des Hafens gesprochen“, sagte sie rückblickend. Das dauerhafte Minus des Gewerbehafens, der zurückgegangene Umschlag sowie der Leerstand von Gebäuden waren einige der Gründe für die Überplanung des Areals.

Der Siegerentwurf sieht vor, dass parallel zur bestehenden Hafenbrücke ein zweiter Übergang für Fußgänger kommt. Eine weitere Brücke ist in Höhe der Hafenzufahrt angedacht. Jedoch machte Antje Weise gegenüber den LN deutlich, dass diese durchaus auch im Bereich Haus der Manufakturen angesiedelt werden könne. So würde die Hafenwestseite komplett erschlossen.

Ziemlich sicher scheint, dass der zum Petersen-Speicher gehörende Turm in einigen Jahren abgerissen wird. Anschließend könnte der fast 100 Jahre alte Originalspeicher aufgehübscht und unter anderem als „Foodmarket“ genutzt werden. In den darüberliegenden Etagen sind Büros, Praxisräume und Wohnungen denkbar. Einige Hundert Meter weiter hinter dem Haus der Manufakturen wäre eine Museumswerft vorstellbar. Auch könnte auf dem Weg dorthin ein mobiler Gewerbehafen entstehen, der nur bei Bedarf eingerichtet wird.

Wer in Richtung Bahnhof geht, könnte in Zukunft rechter Hand ein Parkhaus mit 179 Stellplätzen sehen. Ein weiteres Parkhaus ist auf der gegenüberliegenden Seite der Bahngleise vor dem Forum angedacht. Von der Wieksbergstraße abgehend könnte eine neue Straße in Richtung Gewerbegebiet gebaut werden. All diese Ideen gehören zum ersten Bauabschnitt und sollen – je nach Entscheidung der Politik – in den kommenden zehn Jahren realisiert werden. Antje Weise betont, dass sich die optische Erscheinung der einzelnen Baukörper noch grundlegend verändern könne.

Die C. F. Janus GmbH in der Werftstraße taucht in dem Entwurf nicht mehr auf. Was zunächst überrascht, liegt an der planerischen Freiheit. Die Wettbewerbssieger können sich auf der Fläche Hotel, Häuser und eine Kita vorstellen. Aber das ist Zukunftsmusik. Das Gelände gehört zum zweiten Bauabschnitt.

Mit allem anderen wollen sich die Fachausschüsse ab Herbst beschäftigen. Im Fokus stehen die entsprechenden Bebauungspläne sowie die Freiflächenplanungen, welche von den Siegern bearbeitet werden. Möglich ist zudem, dass einzelne Elemente der Zweit- und Drittplatzierten genutzt werden.

Die Entwürfe liegen im Rathaus-Sitzungssaal aus. Dienstags (9 bis 13 Uhr) und donnerstags (15 bis 18 Uhr) ist ein Mitarbeiter des Bauamts anwesend.

Sebastian Rosenkötter

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