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Ostholstein Großes Fest auf Fehmarn: Das Land feiert Erntedank
Lokales Ostholstein Großes Fest auf Fehmarn: Das Land feiert Erntedank
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20:30 02.10.2017
Der Wagen mit der Erntekrone beim Festumzug durch Petersdorf. Quelle: Foto: Heinen/kkoh (hfr)
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Petersdorf a. F

„Ein starker Tag im Jahreskalender, an dem wir innehalten, uns der wunderbaren Gaben der Natur besinnen und den Landwirten für ihre Arbeit danken“ – so umschrieb Schleswig-Holsteins Landwirtschafts- und Umweltminister Robert Habeck (Grüne) in seinem Grußwort das Fest. Und so wurde unter den Klängen von Jagdhornbläsern die Erntekrone mit Bändern in den schleswig-holsteinischen Farben Blau, Weiß

Mehr als 2000 Besucher feierten am Sonntag in Petersdorf auf Fehmarn einen ganzen Tag lang das zentrale Landeserntedankfest für Schleswig-Holstein, das mit einem Gottesdienst in der festlich mit Erntegaben geschmückten St.-Johannis-Kirche begann.

und Rot von der Landjugend der Insel in die Kirche getragen, gefolgt von Fahnenabordnungen zahlreicher Vereine und Verbände der Insel. Für die musikalische Umrahmung sorgten in dem Gottesdienst, der aus Platzgründen auch in ein neben dem Pastorat aufgebautes Zelt übertragen wurde, der Kleine Chor, ein großer Posaunenchor unter Leitung von Kathrin Kark und durch Kirchenmusikdirektor Johannes Schlage an der Orgel.

Die Predigt hielt Bischof Gothart Magaard vom Sprengel Schleswig und Holstein. „Alle guten Gaben kommen von Gott, dem Herrn“, diese Liedzeile zog sich wie ein roter Faden durch seine Predigt. Es gelte aber auch, an jene Menschen zu denken, bei denen Wasserarmut und Dürre zu Hungersnöten führten, erinnerte der Bischof. Die Kollekte des Gottesdienstes und auch der Erlös aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf seien daher bestimmt für die Aktion „Brot für die Welt“. Der Bischof bekräftigte die Zusammengehörigkeit von Kirche und Landwirtschaft, auch schwierige Themen würden miteinander diskutiert. Denken müsse man an einem solchen Tag auch an die Höfe, die wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten zur Aufgabe gezwungen seien.

Landwirtschaftsminister Robert Habeck hob in seinem Grußwort hervor, dass es in unserem Lande zwar noch Armut gebe, jedoch niemand hungern oder gar verhungern müsse. Sein Dank galt einmal mehr den Landwirten, die dafür sorgten, „dass wir volle Kühlschränke haben“. Gleichwohl gelte es, nicht nur an sich selbst zu denken, sondern sich mit notleidenden Regionen zu solidarisieren.

Der Präsident des Landesbauernverbandes, Werner Schwarz, bezeichnete Fehmarn als Überschussgebiet für Getreide. „Seien wir froh“, rief er aus, „die Landwirtschaft ist hier noch ein echter Klassiker!“

Schwarz forderte zu bewusstem Genießen und Schmecken bei den Mahlzeiten auf. Ähnlich tat es die Präsidentin des Landfrauenverbandes Schleswig-Holstein, Ulrike Röhr. Sie forderte auf, den Begriff Lebensmittel einmal neu zu entdecken und wertzuschätzen.

Nach einem Umzug mit Erntewagen, Blasmusik, Vereinen und Verbänden entfaltete sich auf dem Sportplatz mit Festzelt und Ständen sowie auf dem Schulhof ein buntes Treiben. Rund 100 ehrenamtliche Helfer leisteten einen Beitrag zum Gelingen dieses Festes.

Von Michael Kirchner

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