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Ostholstein Großes Fest für Ostholsteins Kinder und ihre Rechte
Lokales Ostholstein Großes Fest für Ostholsteins Kinder und ihre Rechte
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20:43 21.09.2017
Werben für den Kinderrechte (v. l.): Henning Reimann, Ute Schielmann-Ziehm, Vera Kremer, Susanne Bimberg-Nittritz und Carola Bensel. Quelle: Foto: Rosenkötter

Ostholsteins Kinderschutzbund- Geschäftsführer Henning Reimann nennt alarmierende Zahlen. Demnach gebe es im Kreis Ostholstein etliche Familien, die mit prekären Arbeitsverhältnissen klarkommen müssen. Dies kann bedeuten, dass es diesen Eltern nicht möglich ist, ihrem Nachwuchs den Besuch einer Offenen Ganztagsschule zu ermöglichen. Ihnen fehlt das notwendige Geld. Darüber hinaus gibt es laut Reimann mehr als 2000 Bedarfsgemeinschaften in Hartz IV. „Davon sind 1200 alleinerziehend. Insgesamt kommen wir auf etwa 6000 Kinder, die nicht teilhaben können, wie sie eigentlich sollen“, erläutert der Geschäftsführer. „Wenn Kinder merken, dass sie arm sind, ist es richtig unangenehm.“

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Der Schminkstand kam an.

Ein weiteres Problem sei, dass viele Eltern aufgrund ihrer Arbeit kaum noch ausreichend Zeit für ihren Nachwuchs hätten. Umso wichtiger sei es, immer wieder auf die Lebenssituation von Kindern aufmerksam zu machen. Es gelte die diversen Problemlagen wie Armut, Gewalt und sexuellen Missbrauch anzusprechen. Susanne Bimberg-Nittritz vom Neustädter Gewerbeverein ist ebenfalls maßgeblich an der Ausrichtung des Weltkindertages beteiligt. Sie hat mit dafür gesorgt, dass die Aktion „Spiel mit“ und der Weltkindertag nun zu einer Großveranstaltung verschmelzen. Für sie ist das Fest mit zahlreichen Spielstationen und umfangreichem Bühnenprogramm keine reine Spaßveranstaltung. Vielmehr solle über die Rechte von Kindern aufgeklärt werden. Sie betont aber auch: „Es ist nicht schlimm, wenn etwas nicht funktioniert. Hier gibt es viele Hilfsangebote für Eltern und ihre Kinder.“

Trotz der diversen Problemlagen soll es ein unbeschwerter Tag auf dem Marktplatz werden. „Solche Veranstaltungen sind wichtig. Wir erzeugen auf kreative Art Aufmerksamkeit. Aber wir sollten die Menschen nicht jeden Tag missionieren“, plädiert Henning Reimann für ein sensibles Vorgehen.

Ebenfalls engagiert ist Ute Schielmann-Ziehm. Sie gilt seit Jahren als Hauptorganisatorin des Weltkindertages. „Wir kämpfen dafür, dass Kinderrechte in die Verfassung der einzelnen Länder integriert werden, so wie es in Schleswig-Holstein geschehen ist.“ Darüber hinaus gehe es darum, Kinder in die Stadtplanung einzubinden. Bauliche Veränderungen sollten stets im Einklang mit dem Kindeswohl geschehen. Eine Möglichkeit seien Kinder- und Jugendparlamente, wie es sie schon in einigen Städte gebe. Darüber hinaus fordert sie, dass die Kosten für Kindergartenplätze und Angebote der Offenen Ganztagsschule in Zukunft wegfallen und vom Staat getragen werden.

Von Sebastian Rosenkötter

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