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Ostholstein Großes Lob nach schwieriger Saison
Lokales Ostholstein Großes Lob nach schwieriger Saison
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22:14 15.08.2016
Sichtlich erfreut dankte die Intendantin der Neuen Eutiner Festspiele, Dominique Caron, den Akteuren und Besuchern der Carmen-Inszenierung für ein grandioses Finale der Spielzeit 2016. Quelle: Fotos: Dirk Schneider

„Geschafft!“ Mit diesem Schlusswort vermochte Dominique Caron all ihre Freude und Zufriedenheit über die Spielzeit 2016 der Neuen Eutiner Festspiele auszudrücken. Die Saison endete am Sonnabend mit einer vom begeisterten Publikum gefeierten Inszenierung der Oper „Carmen“. Das grandiose Finale eignet sich dabei auch für einen Rückblick auf die gesamte Spielzeit.

Intendantin Dominique Caron blickt auf verregnete Spielzeit der Neuen Eutiner Festspiele zurück.

„Der liebe Petrus war lange im Urlaub – leider

nicht in Ostholstein.“Intendantin Dominique Caron

So stand von Anfang an der bange Blick in den Himmel im Mittelpunkt des Geschehens. Trotz anderslautender Wettervorhersage schien der Nieselregen nicht aufhören zu wollen. Ein letzter ergiebiger Schauer prasselte noch zwanzig Minuten vor der Ouvertüre auf die ersten Besucher herab, die bereits ihre Plätze eingenommen hatten. Offensichtlich erfahrene Festspielgäste hatten sich in Ponchos und wärmenden Decken gemütlich eingerichtet, während die Kulissenschieber fieberhaft damit beschäftigt waren, die Bühne mit Abziehern und Feudeln von Pfützen zu befreien.

Doch pünktlich zum Auftritt des Dirigenten Leo Siberski brach die Sonne durch die Wolken und tauchte die Taverne auf dem grünen Hügel in ein romantisches Zwielicht. Und diese zauberhafte Stimmung sollte über zweieinhalb Stunden durchhalten, bis der letzte Ton verklungen war und Dominique Caron eine kleine Abschlussrede gehalten hatte. Die Intendantin dankte einerseits dem Ensemble, dem es gelungen sei, trotz des mehr als mäßigen Wetters die hohe Qualität von Aufführung zu Aufführung zu halten, starke Stücke zu präsentieren und gute Unterhaltung zu bieten. Andererseits lobte sie das treue Publikum, das auch bei widrigsten äußeren Umständen gekommen sei und ausgeharrt habe. „Der liebe Petrus war in diesem Sommer lange im Urlaub – leider nicht in Ostholstein“, fasste Caron eine extrem schwierige Saison zusammen, die landesweit fast alle Open-Air-Veranstaltungen getroffen hat.

Die Frage, wie sich die Landesgartenschau in Eutin auf die Besucherzahlen der Festspiele ausgewirkt habe, beantwortet Caron diplomatisch. „Beides sind für sich super Veranstaltungen, und langfristig werden wir von den Strukturen profitieren, die rund um die Opernscheune aufgebaut wurden.“ Kurzfristig sei es aber richtig gewesen, nicht allzu große Hoffnungen auf zusätzliche Gäste zu setzen. „Es sind derzeit kaum Synergieeffekte erkennbar“, so Caron, während Siberski anmerkt, dass die Landesgartenschau ein eigenes starkes Kulturprogramm auf die Beine gestellt habe. Für eine genaue Analyse sei es aber noch zu früh. „Wir müssen jetzt die Zahlen auswerten, um zu wissen, wo wir stehen“, betont Caron. Dies helfe auch, den Leuchtturm der Kultur weiterhin strahlen zu lassen.

Das Programm für 2017 wurde ja bereits bekannt gegeben: „Die Fledermaus“ von Johann Strauß und die beliebte Kombination der Kurz-Opern „Cavalleria Rusticana“ von Pietro Mascagni und „Der Bajazzo“ von Ruggero Leoncavallo sollen inszeniert werden.

 Dirk Schneider

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