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Ostholstein Großfeuer zerstört Scheune mit Oldtimern und Wohnwagen
Lokales Ostholstein Großfeuer zerstört Scheune mit Oldtimern und Wohnwagen
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20:37 13.04.2013
Trotz aller Bemühungen der Feuerwehrleute wurde die Scheune in Untersteenrade bis auf das Außenmauerwerk zerstört. Asche, Ruß und das Dach fielen ins Innere und begruben dort alles unter sich. Quelle: Fotos: Gunter Lothert
Untersteenrade

Bei einem Großbrand wurde gestern früh das Wirtschaftsgebäude auf einem Hof in Untersteenrade in der Gemeinde Scharbeutz völlig zerstört. Der Alarm kam um 3.59 Uhr, die Löscharbeiten samt Brandwache dauerten bis gestern Mittag. In dem Gebäude verbrannten unter anderem Oldtimer, Wohnwagen und landwirtschaftliche Geräte. Außerdem wurde eine Fotovoltaikanlage zerstört.

Der Brand war nur einer in einer ganzen Reihe von Einsätzen, die die Feuerwehr Scharbeutz beschäftigten — insgesamt waren es sechs Alarme in 24 Stunden. Dabei war der Einsatz von Untersteenrade der aufwändigste. Das Feuer war schon aus großer Entfernung zu sehen. Was zunächst als Schuppenbrand gemeldet worden war, entpuppte sich als Großbrand von erheblichen Ausmaßen. Der Einsatzleiter, der Scharbeutzer Gemeindewehrführer Reinhold Mang, ließ weitere Wehren alarmieren. Im Einsatz waren die Helfer aus Pönitz, Gleschendorf-Schulendorf, Scharbeutz, Haffkrug, Schürsdorf und Wohlsdorf.

„Insgesamt waren 60 Einsatzkräfte am Ort des Geschehens. Unter ihnen 35 Atemschutzträger“, berichtete Mang.

Probleme bereitete vor allem die Wasserversorgung, so Mang, da auf dem Hof kein Löschteich vorhanden sei. Insgesamt musste eine Doppelleitung von jeweils 700 Metern Länge zum Nachbarhof verlegt werden. Sehr hilfreich war der Einsatz der Scharbeutzer Teleskopmastbühne, von der aus das Feuer von oben bekämpft werden konnte. Alle Bemühungen der Feuerwehrleute halfen aber nichts: Von dem großen Gebäude blieben nur die verkohlten Überreste stehen. Die Höhe des Sachschadens stand gestern noch nicht fest, dürfte aber beträchtlich sein. Auch die Ursache des Feuers ist noch nicht bekannt.

Der Alarm überraschte den Scharbeutzer Wehrführer Sebastian Levgrün, als er gerade ins Bett gegangen war. Levgrün, der mit seiner Wehr am Freitagabend die Löscharbeiten in der Biogasanlage in Schürsdorf übernommen hatte — der feuerwehrtechnisch als zwei Einsätze zählt —, war in der Nacht in den Speckenweg gerufen worden, wo Wasser stand und ein Wasserrohrbruch vermutet wurde. Es war aber nur Stauwasser vom Feld. Noch während des Einsatzes von Untersteenrade musste die Wehr Scharbeutz zu einem echten Wasserrohrbruch in Haffkrug zum Lenzeinsatz. Und schließlich gab es gestern Nachmittag erneut Alarm. In einem Einfamilien-Holzhaus am Gorch-Fock-Ring in Scharbeutz brannte eine Außenwand. Nach einer Stunde rückte die Wehr wieder ein. Levgrün: „Jetzt kann ich hoffentlich endlich schlafen.“

„Wir hatten sechs Einsätze in 24 Stunden. So langsam ist der Akku leer.“
Sebastian Levgrün, Ortswehrführer

Gunter Lothert

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