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Ostholstein Großfeuer zerstört Wohnhaus
Lokales Ostholstein Großfeuer zerstört Wohnhaus
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21:57 28.12.2015
Großeinsatz für die Feuerwehren in Cismarfelde Quelle: Burow
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Cismarfelde

Durch ein Großfeuer ist gestern Nachmittag ein Einfamilienhaus in Cismarfelde zerstört worden. „Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte der Dachstuhl bereits in voller Ausdehnung“, berichtete Einsatzleiter und Wehrführer der Gemeinde Grömitz, Björn Sachau. Es war nicht mehr viel zu retten: Kurz darauf sei der Dachstuhl auch schon zusammengebrochen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung konnten die Feuerwehrleute das Gebäude zunächst nur von außen und unter Atemschutz löschen. Dabei kam die Drehleiter zum Einsatz.

Erst nach rund zwei Stunden drangen sie in das Haus vor, um auch die letzten Glutnester erreichen zu können. Ein Übergreifen des Feuers konnte wenigstens vermieden werden: „Es ist uns gelungen, die Garage zu schützen“, so Sachau. Die Bewohner des Hauses blieben unversehrt. „Das ältere Ehepaar ist noch rechtzeitig herausgekommen“, sagte der Einsatzleiter. Das Paar ist vor Ort seelsorgerisch betreut worden.

Es waren Schreckmomente für alle Nachbarn. Wodurch das Feuer ausgebrochen ist, war gestern noch völlig unklar. Augenzeugenberichten zufolge soll vor dem Brand eine Explosion oder ein lauter Knall zu hören gewesen sein. Offenes Feuer, wie Kerzen, soll es zu dem Zeitpunkt nicht gegeben haben. Die Flammen sollen sich sehr schnell rund um den Schornstein ausgebreitet haben. Die Bewohner hatten demnach nicht einmal mehr Zeit, den Autoschlüssel zu greifen. Das Haus ist unbewohnbar. Die Betroffenen sind bei Verwandten untergekommen.

Die Löscharbeiten dauerten gestern noch bis in die Abendstunden an. Alle sechs Grömitzer Ortswehren waren vor Ort: aus Brenkenhagen, Lenste, Guttau, Suxdorf-Nienhagen, Cismar und Grömitz. Dementsprechend hoch war auch die Zahl der beteiligten Männer und Frauen. Die Rauchwolken waren schon viele Kilometer weit von der Autobahn aus zu sehen. Trotz diverser Einsatzwagen hat es keine Verkehrseinschränkungen auf der Landesstraße 58 gegeben. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Irene Burow

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