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Ostholstein Grüne gegen „Belveder“-Erweiterung
Lokales Ostholstein Grüne gegen „Belveder“-Erweiterung
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22:27 23.10.2013
Dr. Niklas von Götz (Grüne).

Die Scharbeutzer Grünen pochen weiterhin darauf, das Bauleitverfahren zur Erweiterung des Hotels „Belveder“ einzustellen. In der Sitzung des Bauausschusses am Dienstag stellte Grünen-Vertreter Dr. Niklas von Götz erneut einen entsprechenden Antrag.

Für das geplante Parkdeck spreche der Investor in seinem Antrag vom April 2012 davon, dass ein Streifen des Waldes wahrscheinlich „waldrechtlich umgewandelt werden muss“, zitierte von Götz. Er sieht sich in seinem Vorhaben, „den Kammerwald zu retten“, zweifach bestätigt. Einerseits durch Bedenken der schleswig-holsteinischen Forstbehörde als Eigentümerin und außerdem durch ein Schreiben von Umweltminister Robert Habeck, in dem dieser unter anderem den Kammerwald als „einen ökologisch überaus hochwertigen und in seiner Lage und Struktur einzigartigen Buchenwald“ beschreibe. „Wenn Sie meinen Antrag ablehnen, geht es erst richtig los“, kündigte von Götz an. Er werde dann bei der Landesplanungsbehörde „Druck machen“ und sich erneut an den Umweltminister wenden.

Bürgermeister Volker Owerien (parteilos) versuchte, die Wogen zu glätten. „Über die Wichtigkeit des Waldes sind wird uns einig“, sagte der Verwaltungschef. Man befinde sich erst im Genehmigungsverfahren, entsprechende Gespräche würden im Vorwege geführt.

Dr. Jörg Lohmann (WUB) lehnte erneut die Unterstützung des Antrags ab, mit der Begründung der touristischen Bedeutung der Ostsee-Therme für Scharbeutz, die laut Investor im Zuge der Baumaßnahmen saniert werden soll. Hinsichtlich der vorgetragenen Problematik des geplanten Parkdecks sagte Lohmann: „In der Bauleitplanung werden alle Bedenken vorgetragen, und vielleicht stellt es sich dann heraus, dass es nicht geht.“ Dann müsse der Bauträger entscheiden und nicht die Gemeindevertretung. Lars Hoffmann (CDU) ergänzte: „Der Verlust eines kleinen Stückchen Waldes, muss nicht gleichzeitig einen großen Verlust bedeuten.“ Jürgen Brede (SPD) dagegen sagte: „Wir stehen dem gesamten Projekt skeptisch gegenüber.“ Die drei SPD-Vertreter stimmten für den Grünen-Antrag, der allerdings mit den neun Stimmen von CDU, FDP und WUB letztlich abgelehnt wurde.

Brigitte Arms

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