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Ostholstein Grüne rügen Wirrwarr im Eutiner Rathaus
Lokales Ostholstein Grüne rügen Wirrwarr im Eutiner Rathaus
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21:18 23.03.2016

Die Grünen in der Eutiner Stadtvertretung üben heftige Kritik daran, wie zuletzt mit dem Thema Innenstadtentwicklung umgegangen wurde. „Kompetenzwirrwarr, mangelhafte Kommunikation von Seiten der Verwaltung und Selbstüberschätzung einzelner Kommunalpolitiker — diese unheilvolle Mischung prägte die Gremienentscheidungen zur Gestaltung der Eutiner Innenstadt in den letzten Monaten“, rügte jetzt Grünen-Fraktionschef Eike Diller.

Völlig aus dem Blick sei dabei offensichtlich geraten, dass bereits lange getroffene Beschlüsse zur Innenstadtentwicklung wieder komplett auf den Kopf gestellt werden. Der einstimmig zum Sieger bestimmte Entwurf des Büros RMP sei „inhaltlich skelettiert“ worden, schreibt Diller in einer Presseerklärung.

Weder die geplante Versetzung des Ehrenmals noch Wasserspiele, Pflasterung oder Baumreihen hätten die Eutiner Fraktionen verschont. „Stattdessen finden in den Sitzungen immer wieder selbsternannte Fachleute verschiedener Fraktionen ihre große Bühne, um sich selbst als Städteplaner zu versuchen“, kritisiert der Grüne.

Das immer wieder vorgebrachte Argument, Kommunalpolitik müsse den Gestaltungsprozess kritisch diskutieren und begleiten, lässt Diller nur so lange gelten, wie es um die Ausgestaltung bereits beschlossener Ziele geht. Das von den Stadtvertretern längst beschlossene und teuer bezahlte Konzept zeige Schwächen in der Innenstadt auf. Der Entwurf von RMP könnte sie beseitigen, „würden sich unsere Stadtvertreter nur der einstigen Beschlüsse erinnern“, klagt Diller. So habe man etwa das Motto „Wasser erlebbar machen“ begrüßt, die geplanten Wasserspiele am Markt aber mehrheitlich abgelehnt und dies beim gleichzeitigen Beschluss, auch den bestehenden Brunnen zurückzubauen.

Als weitere Schwäche Eutins seien im Innenstadt-Entwicklungskonzept wechselnde Oberflächenmaterialien und die uneinheitliche Möblierung der Innenstadt ausgemacht gemacht. „Offensichtlich ist dies aber kein Hinderungsgrund, das nun einheitliche Pflasterungskonzept und die geplante Möblierung lebhaft zu diskutieren und nach eigenem Gutdünken durcheinander zu würfeln“, kritisiert der Grüne.

Grabenkämpfe in den Fraktionen von CDU und SPD prägten den Verlauf wichtiger Ausschusssitzungen, geht Diller mit der politischen Konkurrenz hart ins Gericht. Gleichzeitig mangele es an transparenter Vorbereitung der Entscheidungsabläufe und an rechtzeitiger Information durch die Verwaltung.

Die Stadtvertretung setzte den Tagesordnungspunkt zur Sanierung der Innenstadt gestern ab. ben

LN

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