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Ostholstein Grüne sehen Kammerwald in Gefahr
Lokales Ostholstein Grüne sehen Kammerwald in Gefahr
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22:15 25.09.2013
Der Scharbeutzer Gemeindevertreter Niklas von Götz (Bündnis 90/Die Grünen). Quelle: Foto: hfr

Die Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen in Scharbeutz lassen nicht locker in ihren Bestrebungen, den geplanten Anbau am Hotel „Bel Veder“ zu verhindern.

Nachdem ihr Gemeindevertreter Dr. Niklas von Götz während der Bauausschuss-Sitzung im August mit seinem Antrag gescheitert war, den Aufstellungsbeschluss aufzuheben, der die Erweiterung des Hotels betrifft (die LN berichten), konzentriert er sich jetzt auf das vom Investor geplante Parkdeck am Kammerwald. Dazu schaltete er bereits Landes-Umweltminister Dr. Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) ein.

Von Götz berichtete nach Kiel, das Parkdeck könne „nur unter Nichteinhaltung der gesetzlichen 30-Meter-Mindestabstandes zum Kammerwald errichtet werden“. Habeck schrieb in seiner Antwort: „Die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten als Eigentümer des angrenzenden Kammerwaldes haben bereits erhebliche Bedenken gegen das Vorhaben geäußert.“ Große Bedenken gegen das Vorhaben habe auch die zuständige Untere Forstbehörde. So sei durchaus zu befürchten, dass durch einen Einschnitt in den Hang der benachbarte Bestand gefährdet werde. Zu beachten sei darüber hinaus die Bedeutung des Kammerwaldes für die Erholung der Bevölkerung. In beiden Fällen wäre „eine Versagung einer Waldumwandlung zwingend“. Auf die Einhaltung des gesetzlich vorgeschriebenen Abstands baulicher Anlagen vom Wald habe die Untere Forstbehörde ebenfalls hingewiesen. Habeck machte außerdem deutlich, dass der Scharbeutzer Kammerwald ein „ökologisch überaus hochwertiger und in seiner Lage und Struktur einzigartiger Buchenwald“ sei.

Über den Fortgang in der Angelegenheit und bei den Bemühungen, den Wald für kommende Generationen zu erhalten, werde er sich weiter unterrichten lassen, kündigte Habeck an.

Ähnlich äußerte sich von Götz: „Die Scharbeutzer Grünen werden genau darauf achten, dass das Waldgesetz eingehalten wird, damit unser Scharbeutzer Kammerwald nicht geschädigt wird.“

Christina Düvell-Veen

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